20. Jubiläum: Crossing Europe Filmfestival holt neue, junge Stimmen des europäischen Kinos nach Linz
LINZ. Die 20. Auflage des Crossing Europe Filmfestivals Linz findet von 26. April bis 1. Mai statt. 139 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus 45 Ländern laden zu einer filmischen Reise von Grönland bis ans Schwarze Meer. Schon zuvor, am 20. April, wird zu einer Jubiläums-Open Air-Vorstellung beim Lentos Kunstmuseum geladen.

Das Filmprogramm von Crossing Europe 2023 präsentiert unkonventionelle, sozialkritische sowie künstlerisch ambitionierte Perspektiven der jungen Generation von Filmemachern aus Europa. Unter den gezeigten Arbeiten befinden sich zahlreiche Uraufführungen sowie international ausgezeichnete Filme, die erstmals in Österreich zu sehen sein werden.
Filmschafffen mit Oberösterreichbezug
Filmschaffen mit Oberösterreichbezug ist ebenfalls seit jeher Teil der Festival-DNA und auch 2023 in der Local Artists-Wettbewerbssektion vertreten. Mit der YAAAS! Jugendschiene verfolgt Crossing Europe zudem das Ziel, Jugendliche durch ein ganzheitliches Angebot an Filmvermittlung, Erwerb von Medienkompetenz und DIY-Videoproduktion fürs Kino und die Kunstform Film zu begeistern.
Jubiläums-Open Air am 20. April
Der allererste Eröffnungsfilm überhaupt, der Dokumentarfilm „Über eine Straße / About a Street“ von Edith Stauber und Michaela Mair aus 2004, eine Langzeitbeobachtung des städtischen Lebens in Linz, wird nicht nur in der Sektion European Panorama Special zu sehen sein, sondern als Kick-off-Veranstaltung bereits vor Festivalbeginn als Crossing Europe Open Air-Filmevent in Kooperation mit Lentos Kunstmuseum Linz. Information Jubiläums-Open Air: 20.4., 20:00, Lentos Freiraum, Eintritt frei, Ausweichtermin bei Schlechtwetter: 21.4.
Talk-Veranstaltungen mit 120 Filmgästen
Crossing Europe ermöglicht als lebendige Filmveranstaltung seit mittlerweile 19 Jahren Einblicke in einen Kontinent mit komplexer Geschichte, konfliktträchtiger Gegenwart und doch hoffnungsvoller Zukunft. Diesem Ansatz ist unter dem Motto „Europe, we need to talk!“ auch das Festivalprogramm der 20. Ausgabe gewidmet. Rund 120 Filmgäste aus dem In- und Ausland werden in Q&As und Talk-Veranstaltungen spannende Einblicke in die Filmbranche geben.
Nightline wieder „wie früher“
Neben Filmgesprächen und -erlebnis werden zahlreiche weitere Highlights, wie etwa ein Crossover-Projekt mit dem Lentos Kunstmuseum Linz oder die Nightline mit Live-Acts und DJs, das Festivalprogramm abrunden. „Es ist das erste Mal seit der Zeit vor Corona, dass wir wieder eine komplette Nighline bespielen können“, freut sich Festivalleiterin Sabine Gebetsroither.
Mit dem Cinema Next Europe Club wird bereits zum vierten Mal ein mehrtägiger Filmcampus für eine Gruppe junger Filmschaffender aus dem In- und Ausland angeboten.
Sechs Kinosäle werden bespielt
Festivalflair und entspannte Atmosphäre in der Innenstadt wird wieder der angestammte Festivalbezirk rund um das OK Linz und den Ursulinenhof bieten, mit den Festivalkinos Moviemento, City-Kino und Central in unmittelbarer Nähe.
18 Weltpremieren in Linz
Im offiziellen Programm erwarten das Festivalpublikum insgesamt 139 ausgewählte Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus 45 verschiedenen Ländern – insgesamt 95 Premieren (18 Weltpremieren, 3 Internationale Premieren und 74 Österreich-Premieren). Davon wurden, im Sinne eines ausgewogenen Gender-Programmings, knapp 53 Prozent der Filme im Gesamtprogramm von Frauen (mit)inszeniert.
Die Eröffnungsfilme 2023
Crossing Europe eröffnet 2023 mit vier Filmen, die einen Querschnitt des heurigen Festivalprogramms repräsentieren und durch ihre inhaltliche wie künstlerische Diversität stellvertretend für die Reichhaltigkeit des europäischen Kinos stehen.
Zudem gibt es am Eröffnungstag bereits ab 16 Uhr Filme aus fast allen Programmsektionen zu sehen.
Estibaliz Urresola Solaguren liefert mit ihrem Berlinale-Wettbewerbsbeitrag 20.000 ESPECIES DE ABEJAS | 20,000 SPECIES OF BEES ein beeindruckendes Langfilmdebüt, für das die erst achtjährige Sofía Otero mit dem Silbernen Bären für die Beste Schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle ausgezeichnet wurde.
Der hochaktuelle wie eindringliche Dokumentarfilm SHIDNIY FRONT | EASTERN FRONT von Vitaly Mansky und Yevhen Titarenko zeigt die Brutalität des Krieges in der Ukraine mit bedrückenden Aufnahmen direkt von der Front.
Tribute-Gast Angeliki Papoulia brilliert mit ihrer eindrücklichen Darstellung in Syllas Tzoumerkas‘ Drama A BLAST, das auf drastische Weise die Auswirkungen der griechischen Finanzkrise der 2010er-Jahre auf die Bevölkerung reflektiert.
Den Auftakt der Nachtsicht-Schiene bildet SVĚTLONOC | NIGHTSIREN, in dem Regisseurin Tereza Nvotová das klassische Hexennarrativ im Kontext patriarchaler Strukturen und Misogynie aufbricht.
Festival von Zuhause aus verfolgen
Unter dem Titel „Crossing Europe @ home“ bietet das Festival 2023 erneut ein Online-Angebot an. Der Sender DORF TV wird drei Live-Streams sowie eine Aufzeichnung während der Festivalwoche betreuen und umsetzen. Auf der Streaming-Plattform KINO VOD CLUB werden von 1. – 31. Mai fünf ausgewählte Filme aus dem Festivalprogramm 2023 abrufbar sein. Auf der VOD-Plattform für Bibliotheken filmfriend.at wird eine Jubiläums-Kollektion präsentiert, die Tribute-Gästen wir Angeliki Papoulia (Tribute 2023) oder Sergei Loznitsa (Tribute 2015) gewidmet ist, sowie zahlreiche Filme, die bei früheren Festivalausgaben gezeigt wurden – in Kooperation mit filmfriend und Stadtbibliothek Linz.
Filmabend in der Stadtbibliothek Linz
Zudem wird im Rahmen dieser Partnerschaft ein Filmabend in der Stadtbibliothek Linz am 27.4. veranstaltet. Auf der Streaming-Plattform Flimmit werden ab 26.4. handverlesene Filme aus 19 Jahren Festivalgeschichte präsentiert. Von 1.5. – 30.6. werden außerdem wieder zwei europäische Filme vergangener Crossing Europe-Editionen im ÖBB Railnet zu sehen sein.
Link zur Crossing Europe-Website:


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