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LINZ. „Reise der Herzen“, die neue Ausstellung im Lentos, beleuchtet die Seelenverwandtschaft der expressionistischen Grafikerin Cornelia Gurlitt und des expressiven Malers Anton Kolig.

Anton Koligs "Die Klage" thematisiert die Trauer um den Freitod Cornelia Gurlitts. (Foto: Belvedere Wien)

Cornelia Gurlitt (1890–1919). Cousine von Lentos-Gründer Wolfgang Gurlitt und Schwester von „Hitlers Kunsthändler“ Hildebrand Gurlitt, war eine ebenso talentierte wie ambitionierte Grafikerin des deutschen Expressionismus. Den Aufstieg ihres Bruders in die höchsten Kreise der nationalsozialistischen Kunstbürokratie sollte die junge Zeichnerin nicht mehr erleben. 1919 beging sie mit 29 Jahren Selbstmord.

In Anton Koligs (1886–1950) Biografie blieb Cornelia Gurlitt, die er 1913 kennenlernte, bisher unsichtbar, dabei verband sie eine innige Freundschaft. Er schenkte ihr sein „Erstes Selbstbildnis“ und widmete ihr mit „Die Klage“ eines seiner expressiven Hauptwerke. Als Andenken an Cornelia nahm Kolig das Gemälde „Frau mit Fächer“ in Angriff, das er lebenslang aufbewahren sollte.

Die Ausstellung rückt lange verborgene Arbeiten Gurlitts, deren Œuvre noch nie in diesem Umfang in Österreich gezeigt wurde, und frühe Werke Koligs erstmals in einen künstlerischen Dialog.


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