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Mark Seibert bei Klassik am Dom: "Wir werden eine schöne, bunte Reise durch die Welt der Musicals machen"

Karin Seyringer, 02.04.2024 18:25

LINZ. Ein Fest nicht nur für Musicalfans wartet am Freitag, 26. Juli, bei Klassik am Dom mit dem Abend „Tonight“. Mark Seibert wird mit zahlreichen Größen der Musicalszene die schönsten Musicalhits im wunderbaren Ambiente auf die Bühne bringen. Tips hat sich vorab mit dem Frauenschwarm unterhalten – und verlost Freikarten.

Eine Reise durch die Welt der Musicals mit Mark Seibert und hochkarätigen Musical-Kollegen wartet bei Klassik am Dom am Domplatz Linz. (Foto: Andrea Peller)
Eine Reise durch die Welt der Musicals mit Mark Seibert und hochkarätigen Musical-Kollegen wartet bei Klassik am Dom am Domplatz Linz. (Foto: Andrea Peller)

Tips: Sie sind nicht mehr wegzudenken aus der Musical-Landschaft. Gibt es eine Rolle, die ihnen besonders am Herzen liegt?

Seibert: Ich kann gar keine dieser schönen Rollen, die ich in den letzten bald 25 Jahren spielen durfte, herauspicken. Letztendlich hat mich jede Rolle ein Stück weitergebracht, mich ein Stück facettenreicher gemacht als Darsteller. Ich möchte keine von diesen Rollen missen. Es hat auch immer damit zu tun gehabt, wo ich gerade selber stand auf meiner Karriereleiter. Manche Rollen haben mir Türen geöffnet – als Beispiel, weil sie einen besonderen Stellenwert in meiner Laufbahn hat: 'Der Tod' in 'Elisabeth'. Das war für mich schon auch ein Türöffner, dieses Stück begleitet zu haben für einige Jahre. Aber eben auch kleine Rollen haben mich dafür künstlerisch ganz woanders hingebracht.

Tips: Gibt’s denn eine, wo Sie sagen: Die möchten Sie unbedingt noch spielen?

Seibert: Ich mag das Musical 'Jekyll & Hyde' sehr gerne, in diese zwei Rollen in einem Stück zu schlüpfen, das wäre schon ein großes Highlight und noch eine Herausforderung für mich. Ich mag die Musik auch gerne, ich finde die Geschichte sehr spannend. Wenn das zur richtigen Zeit am richtigen Ort wäre, könnte ich mir vorstellen, dass das nochmal eine Herausforderung sein würde.

Tips: Bald stehen Sie in Mörbisch in „My Fair Lady“ auf der Bühne. Ein Debüt für Sie?

Seibert: Sowohl das Stück, als auch Mörbisch – alles ein Debüt. Ich freue mich sehr darauf!

Tips: Wie bereiten Sie sich vor?

Seibert: Die Proben gehen im Juni los, spätestens ab Mitte Mai werde ich mich intensiv mit dem Textbuch, den Liedern beschäftigen. Ich mache es so: Ich muss mir da gar nicht so ein Konzept zur Rolle festlegen, sondern ich versuche jede Szene direkt bei den Proben so authentisch wie möglich rüberzubringen, so wie ich es mir selber vorstelle. So entsteht dann peu à peu diese Rolle am Ende – wo ich sage: Ok, das ist jetzt mein Professor Higgins – in Absprache mit Regie und musikalischer Leitung.

Tips: Als Musicaldarsteller ist man auf der Bühne nicht nur gesanglich, sondern auch körperlich sehr gefordert. Wie halten Sie sich fit, in stressigen Zeigen Balance?

Seibert: Die Basis für meinen Beruf wie für die meisten anderen Berufe auch ist, dass man das Handwerk gelernt hat, dass man eine solide Ausbildung hat. Wie singe ich gesund, wie singe ich so, dass ich jeden Abend singen kann, auch schwere Partien? Ansonsten, natürlich auf die eigene Gesundheit und Fitness zu achten ist immer eine Philosophie. Da sucht man auch immer: Was tut einem gut? Auch das Alter bringt neue Herausforderungen. Das ist ein ewiger Prozess, den nicht nur ich, sondern jede andere Person auch durchmacht, der irgendwie halbwegs gesund leben und gut alt werden möchte. Ich mache das wie die meisten Leute wohl auch: Durch eine gute Ernährung, durch einen guten Mix aus Arbeit und Entspannung, ich mache sehr viel und sehr regelmäßig Sport, auch als Art mentaler Entspannung. Und einfach versuchen, ein glückliches Leben zu führen.

Tips: Bei Ihnen hat es funktioniert – Sie haben Fuß fassen können in der Musicalszene, können von Ihrem Beruf leben. Gab es auch mal einen Moment, Hürden, wo Sie sagen: vielleicht doch was anderes?

Seibert: Nein – ich war tatsächlich gesegnet vom Erfolg, da habe ich wahnsinnig viel Glück gehabt und bin sehr privilegiert. Natürlich habe ich auch Rückschläge einstecken müssen, das gehört bei jeder Karriere dazu. Letztendlich hat der Erfolg meist überwogen. Ich liebe diesen Beruf auch so sehr, dass eigentlich auch solche Rückschläge gut wegzustecken waren. Weil: Ich wollte es machen, und das habe ich nicht an einem Engagement oder an einer Absage festgemacht. Ich liebe diesen Beruf, ich liebe die Bühne, ich liebe es Geschichten zu erzählen, zusammen mit Musik und mit Worten, Bühnenbild und Kostümen. Deswegen nein: Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich je ernsthaft darüber nachgedacht habe, den Beruf zu wechseln. Ich habe oft darüber nachgedacht, wie bekomme ich es besser für mich hin, wie kann ich Dinge besser wegstecken, besser mit Dingen umgehen. Auch mit dem Druck, den man sich selber macht oder der von außen kommt – solche Gedankenspiele habe ich viele gehabt.

Tips: Wenn man so oft wie Sie auf der Bühne steht, gibt’s doch sicher auch kleine Pannen?

Seibert: In der Tat – aber ich muss auf Holz klopfen, die Liste ist nicht allzu lang. Richtig ganz große Pannen gab’s bisher nicht – aber ich kann mich schon daran erinnern, beim Musical Elisabeth – wo ich mehrere hundert Male auf der Bühne stand – und bei einem Song war auf einmal der Text weg. Bevor ich irgendeinen Blödsinn singe, habe ich einfach das Orchester spielen lassen und später wieder angefangen, weil so das Publikum am wenigsten merkt, dass ich einen Hänger habe. Die eingefleischten Musicalfans und meine Kollegen haben natürlich wahrscheinlich einen Schrecken bekommen und sich gefragt: Warum singt der nicht weiter? Aber das war für mich der beste Weg, um das bestmöglich zu überspielen. Und live is live – lustigerweise reagiert man in so einem Moment ganz instinktiv und meist auch recht gut. (lacht)

Tips: Sie gelten schon auch als Frauenschwarm – warten am Backstage-Eingang Leute auf sie?

Seibert: Sicherlich – das hat aber auch viel mit dem Stück zu tun, dass man spielt. Es gibt Stücke, die haben viel mehr Fan-Community als andere – zum Beispiel Tanz der Vampire. Da muss man ein bisschen Zeit einkalkulieren, wenn man beim Theater rausgeht. In der Regel stört mich das auch gar nicht. Es ist auch in einer Dosis als Musicaldarsteller, wo ich sagen kann, man verliert sicher nicht den Boden unter den Füßen, weil man geht aus der Bühnentür raus, macht Fotos und gibt Autogramme, bekommt kleine Geschenke – und man geht drei Straßenecken weiter und verschwindet wieder in der Gesellschaft – das finde ich eine sehr gesunde Mischung. Weil mein Privatleben aufzugeben aufgrund meines beruflichen Erfolges, das würde ich auch nicht wollen.

Tips: Im Juli wartet ein Gastspiel bei Klassik am Dom auf Sie. Macht es für Sie einen Unterschied aus, Open Air oder indoor aufzutreten?

Seibert: Open Air ist schon deutlich schwieriger von der Soundtechnik her. Auf der Bühne auch, da man nicht weiß, wie sind die klimatischen Bedingungen – ist es sehr heiß oder sehr kalt, sehr zugig. Gerade für die Damen ist es, was die Garderobenwahl betrifft, dann sehr unangenehm, mit Abendkleid und schulterfrei. Wir Männer können uns mit unseren Anzügen immer noch besser darauf einstellen. Die Fallhöhe ist größer Open Air, aber die Chance, dass es ein gigantisch schöner, stimmungsvoller Sommerabend wird, ist halt auch da. Deshalb finde ich Open Air eine Herausforderung, aber auch schöne Chance.

Tips: Sie gestalten den Abend mit zahlreichen Musical-Kollegen – eigens für Linz konzipiert.

Seibert: Ja, maßgeschneidert. Und es ist mir gelungen, wirklich einige der ganz großen Namen der Branche zu versammeln an dem Abend. Wir werden eine schöne, bunte musikalische Reise durch die Welt der Musicals machen. Ich denke, für jeden wird was dabei sein, für die eingefleischten Musical-Fans sowieso, aber auch die Leute, die mit dem Genre nicht so viel zu tun haben, werden sicherlich auf ihre Kosten kommen. Es ist eine wunderbare Kulisse – wenn das Wetter stimmt, dann erst recht. Ich bin mir sicher, es wird ein sehr schöner, stimmungsvoller Abend werden.

Tips: Begleitet von einer Big Band …

Seibert: Begleitet von einer großen Big Band. Auch da werden eigens die Noten dafür arrangiert. Es ist ein wirklich großes Projekt und ich freue mich sehr darauf, dass ich das konzipieren darf.

Gewinnen

Tips verlost 3x2 Freikarten für den Musicalabend „Tonight“ - gleich hier mitspielen.

Klassik am Dom 2024 – Tonight – Best of der schönsten Musicalhits

Freitag, 26. Juli, 20 Uhr, Domplatz Linz

Alle Infos und Karten: www.klassikamdom.at, Domcenter Linz, Tel. 0732 946100, www.ticketwall.at


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