Virtuelles Spiel erhält Marianne-von-Willemer-Preis
LINZ. Die Linzer Medienkünstlerin Oona Valarie Serbest erhält den mit 5.000 Euro dotierten Marianne-von-Willemer-Preis für digitale Medien der Stadt Linz. Ausgezeichnet wird ihr „Augmented Resistance Walk“, bei dem historische Linzer Frauen mittels eines virtuellen Spiels am Smartphone wieder im Stadtbild erscheinen.

Aus 23 eingereichten Arbeiten wählte die Fachjury Oona Valarie Serbests „Augmented Resistance Walk“ aus. Das Spiel verbindet Linzer Stadtgeschichte mit einer digitalen Erlebniswelt. Spieler begegnen dabei historischen Frauen an jenen Orten, an denen diese einst wirkten. Zwei Stationen sind derzeit spielbar: Am Linzer Hauptplatz steht Marie Beutlmayr im Mittelpunkt, die 1918 als erste Frau in den Linzer Gemeinderat einzog. Vor dem Lentos Kunstmuseum begegnen die Teilnehmer Maria Lüftenegger, der ersten Linzer Schiffsmeisterin.
Die Stadt als Bühne
Für den Rundgang ist keine eigene App nötig. Die Website des Projekts wird direkt im Smartphone-Browser geöffnet, Kamera- und Standortzugriff müssen erlaubt werden. Eine Station dauert rund zehn bis 15 Minuten und kann rund um die Uhr gespielt werden.
Frauenstadträtin Eva Schobesberger bezeichnet den „Augmented Resistance Walk“ als „herausragendes Projekt und einen wichtigen Schritt in Richtung einer gerechteren Geschichtsschreibung in unserer Stadt“. Das Projekt mache „Frauen und ihre Beiträge für die Entwicklung von Linz erlebbar“.
Serbest wurde 1983 in Linz geboren und arbeitet unter anderem in den Bereichen bildende Kunst, Street-Art, Medien- und Performancekunst. Sie ist Geschäftsführerin der Vernetzungsstelle Fiftitu% und Vorsitzende des Linzer Stadtkulturbeirats. Zudem lehrt sie an der Kunstuniversität Linz.
Verleihung am 22. September
Der Marianne-von-Willemer-Preis für digitale Medien wird am 22. September in der Kunstuniversität Linz verliehen.








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