Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

LINZ. Es waren historische Bilder: Unzählige Helfer waren am vergangenen Wochenende am Linzer Bahnhof und in der Tabakfabrik im Einsatz, um das Lebensnotwendigste für die ankommenden Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Das Land Oberösterreich schloss zudem die Übersiedlung von Asylwerbern von Übergangsquartieren in fixe Unterkünfte ab, einem geregelten Schulbetrieb in Linz steht somit nichts im Weg.

„Train of Hope“: Welle der Hilfsbereitschaft am Linzer Bahnhof. Foto: Daniel Friesenecker
„Train of Hope“: Welle der Hilfsbereitschaft am Linzer Bahnhof. Foto: Daniel Friesenecker

Samstag, 19 Uhr: In der Linzer Tabakfabrik kam der erste Bus aus dem Burgenland an. Innerhalb weniger Stunden war schon zuvor alles Notwendige als Spende von Privaten organisiert: Von Hygieneartikeln, warmer Kleidung bis zu Lebensmitteln. Auch am Linzer Bahnhof organisierte man sich perfekt, fast rund um die Uhr waren Helfer im Einsatz, um die Übergabe von benötigten Dingen zu organisieren. „Dieses Land lebt Zusammenhalt und Miteinander. Jede Woche kommen bei den Asylprojekten vor Ort hunderte neue ehrenamtlich Helfende dazu - nach unserer Rohabschätzung liegen wir mittlerweile bereits bei rund 5.000“, freute sich Grün-Landesrat Rudi Anschober über den wachsenden Einsatz seiner Landsleute. Überstellung aus SchulenNeben diesem kurzfristig nötigen Kraftakt, Menschen zu betreuen, die großteils am Sonntag wieder nach Deutschland aufbrachen, gilt es weiter, die in Oberösterreich untergebrachten Kriegsflüchtlinge zu versorgen. Am 3. September waren dies genau 7.583.

816 Personen waren vorübergehend in den Ferien in Schulen und Internaten untergebracht, darunter in der ­Diesterwegschule, der Römerbergschule, der Berufsschule Turmstraße und der Pädak. Nun erfolgte die letzte Überstellung aus Schulen in Linz in fixe Quartiere. „Somit kann, wie von Anfang an geplant, der Schulbetrieb ohne Einschränkungen aufgenommen werden“, betonen Landeshauptmann Josef Pühringer und Sozial-Landesrätin Gertraud Jahn.

Europäische Lösung gefordertDie aktuelle Herausforderung könne aber nicht alleine durch Österreich bewältigt werden, wie Jahn und Pühringer betonen. „Es braucht auf europäischer Ebene Lösungen. Eine gerechte und faire Verteilung der Flüchtlinge innerhalb der Europäischen Union ist unbedingt notwendig. Daneben bedarf es ebenso einer Verstärkung der internationalen Hilfe für die Menschen in den Kriegsregionen und den Nachbarländern, damit sich diese eben nicht auf den Weg nach Europa machen müssen.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden