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LINZ. Nachdem die Revitalisierung der Tabakfabrik als voller Erfolg gewertet werden kann, wird nun – im Westen des Areals – weiter ausgebaut.

Im westlichen Bereich der Tabakfabrik soll ein Neubau entstehen. Foto: Tabakfabrik Linz
  1 / 4   Im westlichen Bereich der Tabakfabrik soll ein Neubau entstehen. Foto: Tabakfabrik Linz

Die Erkenntnisse einer umfassenden wissenschaftlichen Studie von der Johannes Kepler Universität Linz zur Nachnutzung des Industrieareals bilden das Fundament der Gesamtkonzeption und sprechen einhellig für die Schaffung einer neuen Landmark im Westen: 26 von insgesamt 30 veröffentlichten Europa-Einreichungen – darunter alle drei Siegerprojekte – haben ihren grundverschiedenen Gestaltungsansätzen zum Trotz doch eines gemeinsam: Sie ersetzen den bestehenden, nicht denkmalgeschützten und stark sanierungsbedürftigen Bau 3 der Tabakfabrik aus einer ganzen Reihe von inhaltlichen wie ökonomischen Gründen durch ein neues, zeitgenössisches Gebäude, das in prominenter Lage, am Kreuzungspunkt der beiden Hauptverkehrsadern Gruberstraße/Untere Donaulände, einerseits den Verkehrslärm abschirmt und andererseits den Haupteingang der Tabakfabrik markiert. Momentan befindet sich an dieser Stelle ein Anfang der 1980er Jahre unter großem Zeitdruck errichteter Beton-Fertigteilzubau, der einst das Hochregallager, die Endverpackungshalle sowie die Verwaltung der Austria Tabak beherbergte und mit gutem Grund nicht unter Denkmalschutz steht. Im Rahmen des Bauträgerwettbewerbs erfolgt nun die Ermittlung des für die Stadt Linz attraktivsten Angebots nach dem Bestbieterprinzip – entscheidend ist also nicht nur der Kaufpreis, sondern auch das Nutzungskonzept sowie die städteplanerische und architektonische Qualität. „Das Bieterverfahren wurde so gewählt, dass es von der Stadt Linz beendet werden kann, sollte die Qualität der eingereichten Projekte diesen Ansprüchen nicht gerecht werden“, sagt Bürgermeister Klaus Luger, Aufsichtsratsvorsitzender der Tabakfabrik Linz.

Anziehungspunkt Tabakfabrik

Die im NeuBau 3 vorgesehenen Flächen für Handel, Gastronomie, Dienstleistungsbetriebe wie Arztpraxen, Steuerberatungskanzleien, Bankfilialen oder Kinderbetreuungsstätten und eventuell ein Hotel benötigen moderne Ausstattungsstandards, die in den denkmalgeschützten Bestandsgebäuden gar nicht möglich sind bzw. zu hohe Umbaukosten verursachen würden. Gleichzeitig erfüllen diese Gebäudenutzungen keinen öffentlichen Zweck, sondern sollen die Service-Infrastruktur für das übrige Areal der Tabakfabrik sowie den gesamten umliegenden Stadtteil bereitstellen und können daher auch mit Hilfe privater Investoren in der gewünschten Weise umgesetzt werden.

Im oberste Stock des Neubaus soll einen „Rooftop“-Gastronomiebetrieb beherbergen, der breiten Bevölkerungsschichten eine Aussicht auf die Stadt eröffnet und das denkmalgeschützte Ensemble der Tabakfabrik in seiner Gesamtheit zur Geltung bringt. Aus demselben Grund bildet auch ein großzügiger öffentlicher Veranstaltungsraum ein Kernelement im Anforderungskatalog an den neuen Bau.

Außerdem muss die zentrale innere Verbindungsstraße, die in Form eine s Logistikrings alle kreisförmig um den Innenhof gruppierten Gebäude intern miteinander verknüpft und so einen kilometerlangen Rundgang durch das gesamte Architekturensemble ermöglicht, auch in Zukunft erhalten bleiben.

 Einbindung der Öffis

Das Fundament für den NeuBau 3 bildet im wahrsten Sinne des Wortes der Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Nachdem am Standort des bestehenden Bau 3 in Form einer unterirdischen Haltestelle der neuen Straßenbahnachse Linie 4 künftig ein zentraler Verkehrsknotenpunkt entsteht, der das Erscheinungsbild und die Rolle des geplanten Neubaus maßgeblich mitprägen wird, soll das Projekt NeuBau 3 die Synergieeffekte dieser baulichen Großmaßnahmen bestmöglich nutzen.


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