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LINZ. Mittwoch, 7.30 Uhr. Ein eiskalter Winter bläst der Crew des Eisbrechers „Eduard“ um die Ohren. Gefühlte minus 15 Grad haben nicht nur den Boden des Schiffes zu einer Rutschbahn verwandelt. Nein, auch das Wasser im Hafen droht sich in eine unüberwindbare Eismasse zu verwandeln.        
 

Dickes Eis versperrt dem Schiff die Weiterfahrt. Hier gilt es zu handeln.
  1 / 2   Dickes Eis versperrt dem Schiff die Weiterfahrt. Hier gilt es zu handeln.

„Ab minus 6 Grad müssen wir darauf achten, dass der Hafen eisfrei bleibt“, erklärt Kapitän Reinhold Schausberger, während “Eduard“ – angetrieben von zwei je 250 PS starken Dieselmotoren – sich seinen Weg durch das noch eisfreie Wasser bahnt. Nur einige Möwen und Haubentaucher scheint das 1955 gebaute Schiffe zu stören, sie suchen schnell das Weite. Schausberger: „Es scheint, als haben wir auf heute kein Glück“. Außer einigen kleinen Eisflächen scheint heute keine Arbeit auf die Crew der „Eduard“ zu warten. „Eduard“ ist übrigens eine reife Dame. Denn wie üblich wird dem Schiffsnamen der weibliche Artikel vorgestellt. Tradition ist schließlich Tradition.

Eine Überraschung für alle

Plötzlich scheint sich aber das Blatt zu wenden. In einem Becken des Hafens taucht ein weiße Fläche auf. Zielgenau steuert der Kapitän darauf zu und Matrose René Hagenauer wirft einen prüfenden Blick von Bord: „Ich schätze, das Eis wird eine Dicke von etwa acht Zentimetern haben,“ Mit einem lauten Knirschen zerbrechen die Eisschollen unter dem Gewicht des Schiffes. Hagenauer: „Unser Schiff schafft bis zu 15 Zentimeter, dann ist in der Regel Schluss.“ Sanft und vorsichtig dirigiert Schausberger die „Eduard“ zurück. Vorsicht ist bei diesem Manöver besonders wichtig: „Beim Rückwärtsfahren ist die Schiffsschraube durch das Eis gefährdet. Wenn man nicht aufpasst, kann man diese schnell beschädigen.“ Doch der Kapitän hat keine Probleme, die Situation zu meistern und steuert sein Schiff sicher um Ausganspunkt der Reise zurück.


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