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LINZ. Bei einem der größten Wohnbauprojekte Oberösterreichs geht die Planung rasch voran.

Das zu bebauende Gelände in Ebelsberg Foto: Weihbold
Das zu bebauende Gelände in Ebelsberg Foto: Weihbold

Im Linzer Stadtteil Ebelsberg wird in wenigen Jahren auf dem Areal der ehemaligen „Hiller-Kaserne“ und den angrenzenden ehemaligen landwirtschaftlichen „Sommergründen“ ein neuer urbaner Stadtteil geschaffen werden. Auf dem insgesamt rund 330.000 Quadratmeter umfassenden Planungsgebiet soll ein durchmischtes, alltagstaugliches und lebendiges Viertel entstehen. Damit ist es eines der größten Wohnbauprojekte Oberösterreichs.

Mitsprache statt Vorgaben

Im Rahmen eines kooperativen Planungsverfahrens werden aktuell genauere Anforderungen für das Projekt festgelegt. Dabei sollen zwischen Planer und Auftraggeber, Vertreter der Stadt, Nachbarschaftsvertreter, Experten und die Öffentlichkeit Ideen und Vorstellungen gemeinsam entwickeln, diskutieren und evaluieren. So zum Beispiel auch die Bebauungsdichte: „Es gibt keine Vorgabe bezüglich der Verbauungsdichte“, so Bürgermeister Klaus Luger. „Es geht auch darum, dass wir die öffentlichen Grünräume attraktiver machen.“ Man wolle eine differenzierte Verteilung am Areal erreichen und nicht wie bisher eine fixe Anzahl an zu bauenden Wohnungen vorgeben. Dabei wird jedoch schon darauf geachtet, dass der neue Stadtteil einen urbanen Charakter bekommt.

Straffer Zeitplan

Das kooperative Planungsverfahren geht trotz seiner Komplexität und der Vielzahl an Beteiligten zügig voran. Die Auslobung des Wettbewerbs erfolgte am 11. November 2016.

Bei der ersten Bürgerinformation am 11. Jänner 2017 mit mehr als 130 Besuchern hat die ortsansässige Bevölkerung reges Interesse an der weiteren Entwicklung ihres Stadtteils gezeigt. Besonders erfreulich ist, dass sich ohne lange Suche spontan einige Freiwillige als Nachbarschaftsvertretergefunden haben. Die eingebrachten Projekte wurden der Öffentlichkeit in einem Ausstellungsraum auf dem Kasernenareal am 27. Jänner 2017 zur Besichtigung zugänglich gemacht. Auf diese Weise konnte sich die Öffentlichkeit schon zu diesem Zeitpunkt über den Planungsstand informieren und sich in das laufende Verfahren einbringen.

Die nächsten Möglichkeiten, sich über das Projekt und die Methode des kooperativen Planungsverfahrens selbst ein Bild zu machen, gibt es bereits am kommenden Montag, 13. Februar, um 19 Uhr bei einer Podiumsdiskussion im Architekturforum und am Mittwoch, 15. Februar, um 18 Uhr bei einem offenen Planungsworkshop in der Kaserne Ebelsberg. Nach einem weiteren Workshop anfang März soll dann am 3. April 2017 das Endergebniss präsentiert werden.


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