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LINZ. Seit 15 Monaten steht Manfred Scheuer der Diözese Linz als Bischof vor. Den Posten trat Scheuer damals in erster Linie aus Gründen „der Verfügbarkeit und des Gehorsams“ an. Heute ist Scheuer „gerne in Linz“, auch wenn ihn die Umstellung und die Aufgabe stark gefordert haben.

Bischof Manfred Scheuer ist „gerne in Linz“ Foto: Schobesberger
Bischof Manfred Scheuer ist „gerne in Linz“ Foto: Schobesberger

Kein Wohlfühlprogramm

„Die Aufgabe des Bischofs ist kein Wohlfühlposten. Ich bin gerne da, aber Wohlfühlprogramm ist es keines“, so Scheuer über seine Aufgabe in der Diözese Linz. Der Prozess des Hineinwachsens in die neue Umgebung und Aufgabe dauere aber sicher länger. Er empfinde zwar keine Fremdheit, aber seine Aufgabe gehe ihm auch noch nicht routinemäßig von der Hand. Insgesamt habe er aber den Eindruck, dass er von einem guten Teil der Leute willkommen geheißen werde.

Dank für Solidarität

Dass die Solidarität innerhalb der Bevölkerung mit Flüchtlingen und anderen Hilfesuchenden abgenommen haben könnte, sieht Scheuer nicht: „Insgesamt ist die Thematik etwas zurückgegangen, weil es nach der ersten starken Beanspruchung aller Beteiligten geordneter zugegangen ist.“ Es sei jetzt aber wichtig, demgegenüber was damals geleistet worden ist Wertschätzung, Respekt und Dank zu äußern. „Vom Einsatz dieser Menschen lebt der Zusammenhalt der Gesellschaft. Ich sehe, dass derzeit noch eine belastbare Solidarität da ist, die ich verstärken möchte.“

Kirchenaustritte

Angesprochen auf die anhaltenden Kirchenaustritte (2016, 9236 in OÖ) unterstreicht Scheuer, dass er bei allen Schwierigkeiten sehr dankbar für das große Engagement das in den Pfarrgemeinden sei. „Ich bin mir aber bewusst, dass wir mit der ausdrücklichen Botschaft viele Milieus nicht mehr oder kaum erreichen“, so der Bischof weiter. Manche fühlen sich von Personen oder Institutionen verletzt, andere sehen die Botschaft selbst als nicht bedeutsam für ihr Leben an, so der Bischof über mögliche Gründe für die Kirchenaustritte.<


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