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LINZ. Schon seit einer gefühlten Ewigkeit ist der Hessenpark eine Problemzone. Nun geht es an die Umgestaltung.

Derzeit ist der Hessenpark ein Problemgebiet. Foto: Stadler
Derzeit ist der Hessenpark ein Problemgebiet. Foto: Stadler

Kommt man von der Landstraße und geht an Spielplatz und Klo-Häuschen vorbei, steigt einem ein unverwechselbarer Geruch in die Nase. Es „brunzelt“, wie man landläufig so schön sagt, und das nicht zu wenig. Weiter in Richtung Bushaltestelle: Ein Betrunkener liegt nicht unweit der Haltestelle im Gras und beschimpft einen danebenstehenden Kollegen wüst und lautstark. Solche Situationen und weitere Vorfälle, wie zum Beispiel Drogenverkäufe, sorgen für viele negative Schlagzeilen. Um dem Einhalt zu gebieten, soll nun, als eine Maßnahme unter anderen, der Park umgestaltet werden.

Externe Planer für neues Konzept

Hierfür hat man von der Stadt externe Experten hinzugezogen: die Planungsgemeinschaft „Raumposition“ und das Landschaftsplanungsbüro „YEWO Landscapes“. Am Beginn des Planungsprozesses steht das Gespräch. So besuchte ein Team von „Raumposition“ den Park und versuchte, mit den bisherigen Nutzern ins Gespräch zu kommen. In manchen Fällen glückte das, in anderen weniger.

Hessenfest mit Bürgerbeteiligung

Als nächster Schritt fand das Hessenfest mit Anrainern und Interessierten statt – ein Fest zum Austauschen von Meinungen und Anbringen von Vorschlägen. „Es geht nicht darum, dass zum Beispiel drei Leute sagen „Wir wünschen uns eine Parkbank in dieser Ecke“ und wir stellen die Parkbank auf“, erklärt René Ziegler vom Büro „Raumposition“ und ergänzt: „Die Rückmeldungen versuchen wir in planungsrelevante Konzepte zu übersetzen.“ Ein Beispiel: Viele Leute trauen sich nicht, den Park zu durchqueren, speziell wenn es dunkel wird. Die angestrebte Änderung: Eine zeitgemäße Wegeführung und Beleuchtung müssen in die Planung integriert werden. Dies ermögliche die effektive Umsetzung von weiteren Maßnahmen und Mitteln, wie zum Beispiel die Einsichtigkeit und die dadurch entstehende soziale Kontrolle.

Präsentation im Frühling geplant

Die Vorschläge werden dann in einem ersten Entwurf festgehalten. In der nächsten Phase wird es Workshops mit Vertretern aus Stadtpolitik und -verwaltung, der Bürgerinitiative, Sozialarbeit und weiteren Interessensvertretern geben. So auch mit Kindern und Jugendlichen, für die der Park künftig ein attraktiver Platz werden soll. Bis Anfang 2018 werden die Ideen dann in einem Planungsprozess zu einem Vorentwurf ausgearbeitet. Dieser soll kommenden Frühling der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Ein Schritt in die richtige Richtung

„Die Neugestaltung ist kein Allheilmittel, aber ein wichtiger Baustein“, erklärt Ziegler. Dieser Metapher schließt sich auch der für die Umgestaltung zuständige Stadtrat Bernhard Baier an. Er fordert zudem noch ein befristetes Alkoholverbot und weitere Maßnahmen wie Sozialarbeiter. Angesprochen auf eine Nachtsperre und einen Zaun erklärt er jedoch: „Ich denke nicht an einen Zaun. Ein Ziel, das jedoch schon jetzt feststeht: Die Bäume sollen bleiben.“

Vorschläge: Vereinslokal oder Stadtteilbüro

Seit dem Sommer 2016 ist die Bürgerinitiative „Lebenswerter Hessenplatz und Umgebung“ aktiv und vertritt die Interessen der Anrainer vor Ort. „Um die Arbeit der Bürgerinitiative vor Ort zu unterstützen, wollten wir bei der Suche eines Vereinslokals behilflich sein“, erklärt FPÖ-Vizebürgermeister Detlef Wimmer. „Unsere Idee war es daher, die im Hessenplatzpark befindliche städtische Immobilie, das vormals verpachtete Imbisslokal, bis zum Ende des Kalenderjahres 2018 befristet zur Verfügung zu stellen.“ Schützenhilfe erhielt die FPÖ von den NEOS. „Hier könnte ein Stadtteilbüro eingerichtet werden. Dort könnten in Zusammenarbeit mit Vereinen Sozialarbeiter Suchtkranke beraten und betreuen sowie Anrainer einen Treffpunkt haben“, schlägt Marie-Edwige Hartig von den Grünen Linz vor.


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