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LINZ. Die Stadt leitet das Projekt einer Seilbahn als Verkehrsentlastungsmaßnahme zwischen Ebelsberg und dem Handelshafen bis zum Pleschingersee in die Wege. Auch das touristische Kepler-Planeten-Seilbahn-Projekt steht vor seiner Ausfinanzierung.

Seilbahnen über den Köpfen der Bewohner soll bald in Linz Realität werden. Foto: Doppelmayr Seilbahnen GmbH

Dass Linz eine Seilbahn bekommen könnte, ist seit dem Projekt „Kepler-Planetenseilbahn“ schon länger ein Thema. Sieben Millionen Euro sollen dafür bereits von Privatinvestoren zur Verfügung stehen. Die Kepler-Planetenseilbahn soll künftig die kulturellen Punkte entlang der Donau anfahren.

Infrastrukturstadtrat Markus Hein überraschte jetzt mit Planungen zu einer zweiten Seilbahn, um eine Ergänzung zum öffentlichen Verkehr zu ermöglichen, und überzeugte damit alle Skeptiker auch aus anderen Parteien: „Das Linzer Straßennetz kann eine weitere Steigerung des Individualverkehrs – besonders innerhalb der Stoßzeiten – nicht mehr aufnehmen. Daher müssen wir das Angebot für den öffentlichen Verkehr massiv verbessern. Insbesondere ist das östliche Industriegebiet, in dem mehr als 30.000 Menschen Arbeit finden, nicht besonders attraktiv mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen“, berichtet Infrastrukturstadtrat Markus Hein seine Beweggründe für das Projekt der urbanen Linzer Seilbahn.

5000 Fahrgäste pro Stunde

Nachdem wegen der engen Platzverhältnisse keine freien Trassen mehr am Boden verfügbar sind und eine unterirdische Möglichkeit nicht finanzierbar wäre, sieht Hein nur die Möglichkeit „nach oben“, mit einer Seilbahn, die bis zu 5000 Fahrgäste in eine Richtung pro Stunde transportieren kann.

Hein will mit einer Machbarkeitsstudie prüfen lassen, ob eine entsprechende Verkehrslösung vom Linzer Süden in das Industrie- und Hafengebiet (auch ein Anschluss über Plesching wird mitgeprüft) möglich ist. In der Studie sollen eine Grobkostenschätzung zu den Gesamtinvestitionskosten, Personalplanungen und die genaue Analyse der Trassenführung enthalten sein.


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