Jagd: Über 900 Wildabschüsse in der Stadt
LINZ. Wenn man an eine Stadt wie Linz denkt, kommt einem wohl kaum die Jagd in den Sinn. 17 Quadratkilometer Wälder gibt es im Linzer Stadtgebiet, bejagt werden die Gebiete Pöstlingberg, St. Magdalena, Linz-West, Kleinmünchen, Plesching und Ebelsberg.

Jagen mitten in der Stadt ist zwar schwer vorstellbar, dennoch wurden in der oberösterreichischen Landeshauptstadt in der vergangenen Jagdsaison 915 Stück Wild erlegt. Laut Jagdstatistik der städtischen Bezirksverwaltung war der Großteil Rehwild, Wildenten, Fasane und Hasen.
Zwölf Wildschweine
Insgesamt zwölf Wildschweine wurden in Linz in der vergangenen Saison geschossen, doppelt so viele wie in den vergangenen Jahren. Die „Schwarzkittel“ halten sich vor allem am Stadtrand, etwa im Süden von Linz, gerne auf. „In Linz haben wir 17 Quadratkilometer Wälder, das sind 18 Prozent des Stadtgebiets. Für die Waldbesitzer sind die Wildschweine kein Problem, obwohl sie zweifellos mehr werden. Im Gegenteil, sie lockern den Boden auf, was dem Wald gut tut. Die Landwirte (in Linz etwa 100) haben mit den Tieren weniger Freude. Deshalb dürfen sie bejagt werden, genauso wie die Rehe, um den Wildverbiss in Grenzen zu halten“, erklärt der städtische Förster Rudolf Horner.
Probleme mit Bibern
Kummer würden in den städtischen Wäldern aber die Biber machen, so Horner. „Die fressen in letzter Zeit an den Seeufern im Natura 2000 Schutzgebiet Traun-Donau-Auen nicht nur die Weiden, sondern sogar wertvolle Bäume wie Eichen an. Aber die sind naturgeschützt und dürfen nicht bejagt werden“, so Horner. Von Wölfen sei Linz bisher verschont geblieben.
661 Jäger mit einer gültigen Jagdkarte gibt es übrigens derzeit in Linz.


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