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LINZ. Die Leistungsbilanz der Arbeiterkammer OÖ hat auch die Produktivität der Arbeitnehmer unter die Lupe genommen: Diese erwirtschaften knapp 93.000 Euro pro Kopf und Jahr.

Linz ist nicht nur Industriestadt, sondern auch Dienstleistungszentrum. Foto: kurhan/Shutterstock.com

„Die Bilanz von Linz ist sehr beeindruckend“, resümiert AK OÖ-Präsident Johann Kalliauer das Ergebnis der AK-Leistungsbilanz für die Landeshauptstadt. „Linz ist in einigen Punkten interessant und auffällig.“ Die Erwerbsquote ist relativ hoch, speziell bei Frauen. Sie liegt bei 77,4 Prozent.

Hoher Anteil von Teilzeitkräften

„Linz hat eine überdurchschnittliche Zahl von Arbeitsplätzen für Frauen“, so AK OÖ-Direktor Josef Moser: „und damit auch einen überdurchschnittlich hohen Anteil von Teilzeit.“ Rund ein Drittel arbeitet in Teilzeit-Jobs – bei den Frauen sind es 49 Prozent, bei den Männern 17 Prozent. Waren früher Teilzeitkräfte noch zufriedener mit ihrem Arbeitsplatz als ihre Vollzeit-Kollegen, so hat sich inzwischen das Blatt gedreht, schildert Moser. Inzwischen liegen die Zufriedenheitswerte bei Teilzeitkräfte im Durchschnitt unter jenen der Vollzeit-Arbeitenden. Daraus könne man schließen, das die Teilzeitarbeit nicht immer freiwillig sei.

Ein Drittel pendelt

Fast 69 Prozent der Beschäftigten haben den Arbeitsplatz in ihrer Heimatstadt Linz – das ist der mit Abstand höchste Anteil aller oö. Bezirke. Fast ein Drittel der Linzer Bevölkerung pendelt jedoch aus. Rund 17,5 Prozent der Beschäftigten aus Linz pendeln jeden Tag mehr als 40 Kilometer. Knapp 9 Prozent fahren sogar mehr als 100 Kilometer zu ihrem Arbeitsplatz.

Linz als Dienstleistungszentrum

„Linz ist auch ein Dienstleistungszentrum“, erklärt Moser. Insgesamt arbeiten 78,3 Prozent der Arbeitnehmer in Linz im Dienstleistungsbereich. 21,6 Prozent arbeiten in der Sachgüterproduktion. Die wichtigste Branche in Linz ist dennoch die Herstellung von Waren mit 29.105 Beschäftigten, gefolgt vom Gesundheits- und Sozialwesen mit 23.581 Arbeitsplätzen. Rang drei belegen „sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“ mit 19.745 Beschäftigten. Der Handel hat 19.082 Beschäftigte.Die Pro-Kopf-Wertschöpfung lag bei fast 92.931 Euro. Um diese zu ermitteln, wurden 128 Unternehmen analysiert. „Das sind die Unternehmen, bei denen wir Zugang zu den Bilanzen haben“, erklärt Kalliauer. Insgesamt gibt es laut WKO in der Stadt Linz 4.335 Arbeitgeber.


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