Umstrittenes Bauvorhaben am Freinberg

Anna Stadler Anna Stadler, Tips Redaktion, 19.02.2019 16:15 Uhr

LINZ. Erneut sorgt ein Bauprojekt für Ärger: Der Minigolfplatz auf dem Freinberg soll abgerissen und durch Wohnungen ersetzt werde.

Bis vor kurzem war die 5.000 Quadratmeter große Grünfläche am Freinberg, die der Schulverein des Aloisianums vermarkten möchte, noch im regionalen Raumordnungsprogramm als besonders geschützte Grünfläche ausgewiesen. Durch das neue Raumordnungsprogramm des Landes ist die Fläche am Freinberg unter heftiger Kritik im vergangenen Jahr aus dem speziellen Schutz herausgelöscht worden.

Negative Auswirkung auf Stadt-Durchlüftung

„Was diese Aufweichung des Naturschutzes für Folgen hat, wird nun immer deutlicher. Der Linzer Grüngürtel verschwindet somit Stück für Stück. Die Bebauung dieses Grundstücks zerstört wichtigen Naherholungsraum und wirkt sich auf die Durchlüftung der Stadt und somit auf unser aller Lebensqualität negativ aus,“ so die Grüne Naturschutzstadträtin Eva Schobesberger. „Es besteht keinerlei Notwendigkeit, das Grün- zu Bauland zu widmen und den Grüngürtel hier empfindlich zu beeinträchtigen“, kritsiert auch Stadtplaner und NEOS-Fraktionsobmann Lorenz Potocnik.

„Planerischer Dammbruch“

„Es sollte klar sein, dass die Fläche im Grünzug bleibt und für eine Bebauung nicht in Frage kommt. Die Argumente des Naturschutzes leichtfertig abzutun, ist eine Absage an die Zukunft der Stadt und daher nicht zu akzeptieren“, kritisiert Schobesberger weiter und erhält Rückendeckung von Potocnik. Er sieht „einen planerischen Dammbruch“: „Wenn wir hier lockerlassen und ohne fachlicher Begründung und städtebaulicher Notwendigkeit den Grüngürtel anschneiden, wird es gerade am Freinberg auch juristisch schnell haarig. Nach dem Grundsatz der Gleichbehandlung - baurechtlich und verfassungsrechtlich gesichert - können einige andere Bauherren hier 'Lust' auf Bauland und Widmungsgewinne bekommen“, befürchtet Potocnik.

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