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OÖ. Pfingsten ist ein christliches Fest, das am fünfzigsten Tag nach Ostern begangen wird. Im kirchlichen Sinne ist es auch der Geburtstag der Kirche. Zugleich wird an Pfingsten das Ende der Osterzeit eingeläutet. 

Das Pfingswochenende steht bevor. Foto: piosi/shutterstock.com
Das Pfingswochenende steht bevor. Foto: piosi/shutterstock.com

Pfingsten und der Pfingstmontag werden nicht nur aus religiösen Gründen gefeiert. Viele Bräuche sind verbunden mit Fruchtbarkeitsritualen und beziehen sich auf die Natur, die zu neuem Leben erwacht. Bräuche, die speziell am Pfingstmontag stattfinden, sind nicht bekannt. Die Pfingstbräuche sind regional sehr verschieden. Von den kirchlichen Riten sind das Pfingstfeuer, die Flurumritte am Pfingstmontag und der Wettersegen geblieben. Im Mittelalter war es Brauch, eine hölzerne Taube durch eine Öffnung im Kirchendach zu stecken und zu schwenken. Während der Gottesdienste am Sonntag und am Pfingstmontag durften Tauben frei in der Kirche fliegen. Einer der bekanntesten Bräuche ist der sogenannte Pfingstlotter. Dabei handelt es sich um eine Puppe, die aus Stroh, Holz und Kleidungsstücken gefertigt wird. Die jungen Männer des Ortes stellen den Pfingstlotter möglichst unbemerkt vor die Tür, vor das Fenster oder aufs Dach einer jungen Dame, um ihr damit etwas unliebsam zu signalisieren, dass sie bald unter die Haube kommen solle. Aufgeweckte junge Frauen drehen manchmal den Spieß um und tragen das Bett eines abwesenden Burschen auf die Straße.


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