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LINZ. Zu einer Institution in Linz hat sich die Tribüne Linz – Theater am Südbahnhofmarkt entwickelt. Zu verdanken ist das Cornelia Metschitzer und Rudi Müllehner, die die Bühne seit 2013 mit unermüdlichem Einsatz leiten.

Theatermacher aus Leidenschaft: Cornelia Metschitzer und Rudi Müllehner Fotos: Tribüne Linz
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Neun Jahre lang führten Metschitzer und Müllehner gemeinsam mit Bernhard Mayer die Theatergruppe „bühne04“, bevor sie mit dem damaligen Eisenhand-Theater eine fixe Bleibe fanden. Nicht nur im Theater, sondern auch privat sind Metschitzer und Müllehner ein gutes Team, seit knapp 19 Jahren sind sie auch privat liiert.

Sie teilen die große Liebe zum Theater: „Theatermachen ist auch eine Persönlichkeitsfrage und geht nicht ohne Intensität und Leidenschaft. Unsere Liebe zur Literatur und Musik lässt sich am Theater besonders gut ausleben. Theater lebt und pulsiert, wird verkörpert, vergeistigt, man kann spielen und ausprobieren. Das verselbständigt sich oft, man ist immer im Augenblick, wird überwältigt, staunt. Das ist pure Intensität, so in die Tiefe gehen zu können, in den Seelen zu kramen, in den Herzen zu wühlen, auch den Körper zu fordern, gemeinsam mit einem engagierten Ensemble. Theater ist nicht Verstellung, sondern Enthüllung. Hervorlocken, was in dir ist, was möglich sein könnte. Sachen machen, die man nie machen würde im echten Leben. Wenn das kein Privileg ist!“

Eigene Tribüne-Handschrift

In den Jahren haben sie für die Tribüne eine charakteristische Handschrift entwickelt. Künstlerisch besonders am Herzen liegt ihnen, „für die jeweiligen Inhalte die passende Form zu finden, unabhängig von Modeerscheinungen. Das geht meist intuitiv. Handwerk gepaart mit einer geistigen und seelischen Offenheit, damit der Einfall auch einfallen kann. Ehrliche Gefühle transportieren im Spiel und hoffentlich nie belanglos werden“ ist ihnen wichtig.

Dabei war nicht immer klar, dass die beiden beim Theater landen: „Unsere Wege zum Theater waren verschlungen. Vorher hatten wir beide andere Berufe, kaufmännische. Aber rechnen können schadet nicht, wenn man mit einem eigenen Theater bestehen will“, schmunzelt Metschitzer.

Mit viel Herzblut und oft rund um die Uhr sind sie dafür im Einsatz: „Wir staunen selber, dass sie uns nicht ausgeht, die Kraft, obwohl wir manchmal schon sehr geschlaucht sind. Aber im Duo fangen wir uns immer auf oder potenzieren uns sogar. Kraft holen wir uns von den Stoffen, die wir bearbeiten, von unserem Publikum, wo ganz viel Energie zurückkommt, und von unseren beiden Hunden, die mit uns brav spazieren gehen im Wald.“

Wunsch an die Politik

Hättet Metschitzer und Müllehner einen Wunsch an die Politik frei wäre das dieser: „Dass die Förderungen nicht immer so spät kommen und dass sie schrittweise an unseren Output und unsere drei Schienen – Abendschiene, Schulschiene, Gastspielschiene – angepasst werden. Eine finanzielle Neubewertung der Tribüne Linz wäre vor allem wegen unserem Repertoirebetrieb und unserer Schulschiene eine Notwendigkeit. Denn die viele Arbeit macht uns nichts aus, aber die Sorgen sollen nicht Überhand nehmen, schließlich haben wir eine hohe Verantwortung unserem Team und unserem Publikum gegenüber.“

Fest zum Saisonabschluss

Zum Abschluss der Saison lädt das Team der Tribüne zum Musikkabarett „Speckbrot und Lachsbrot“ von und mit Rudi Müllehner und kleinem Sommerfest, am Samstag, 15. Juni, 19.30 Uhr. Tips verlost 3x2 Freikarten dafür.


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