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LINZ. Dieser Juni wird in OÖ der heißte seit Beginn der Aufzeichnungen vor 250 Jahren. Auch die nächsten vier Wochen dürften laut Prognosen der ZAMG überdurchschnittlich warm werden. Landesrat Rudi Anschober fordert für die Klimakrise Sofortmaßnahmen.

Bernhard Niedermoser, Rudi AnschoberFoto: Land OÖ
Bernhard Niedermoser, Rudi AnschoberFoto: Land OÖ

Langfristig sollte man sich auch in Österreich von Sommern unter 40 Grad verabschieden oder vom Wunsch im Hochsommer in Italien einen angenehmen Urlaub zu verbringen. Trockenheit, Hitze, Temperaturen über 40 Grad und Wasserknappheit, werden diesem Wunsch langfristig ein Schnippchen schlagen. 

Klimakrise deutlich spürbar

Wie gerade jeder spürt, die Auswirkungen der Klimakrise aufgrund der Erderhitzung werden immer stärker: Auch 2019 liegen die Temperaturen in OÖ je nach Region um 1 bis 2 Grad Clesius über dem langjährigen Mittel. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Sommer 2019 ein extrem heißer und trockener Sommer wird, ist sehr hoch, ist Bernhard Niedermoser, der Leiter des ZAMG Salzburg und OÖ sicher.

Sommer 2019 wird sehr heiß

„Seit Mitte der 80er geht es mit den Temperaturen stetig nach oben, wir sind mitten drinnen im Klimawandel, mit einer dramatischen Beschleunigung. Dass auch der Sommer 2019 einen Stockerlplatz bekommt, liegt nahe“, so Niedermoser. Die Wissenschaft geht auch in den nächsten Wochen im Sommer von deutlich überhöhten Temperaturen aus. Klimaschutzlandesrat Anschober fordert für die Klimakrise Sofortmaßnahmen durch einen massiv nachgebesserten Klimaplan Österreichs und ein oö-weites Sofortprogramm für Klimaschutz sowie engagierte Schutzmaßnahmen durch Klimaanpassung - unter anderem in Form eines Hitzeschutzplans.

„Wer es jetzt nicht begriffen hat, dem ist nicht zu helfen“

„Wer es jetzt immer noch nicht begriffen hat, dem ist nicht zu helfen“, sagt Anschober. Konkret soll die Pariser Weltklimaziele in die Bundesverfassung integriert werden, ein Energiewendegesetz für die Umstellung auf 100 Prozent Erneuerbare Energien ausformuliert werden. Außerdem fordert der Klimaschutzlandesrat die Mobilitätswende mit einem Investitionsprogramm in den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs, die Einführung eines preisgünstigen Österreich-Jahrestickets für die Öffis, sowie die Streichung der klimageschädigten Subventionen und eine Klimaschutz Steuerreform, die klimaschonendes Verhalten belohnt. „Manches ist nicht mehr veränderbar, andere Maßnahmen, werden sehr lange dauern, bis sie greifen, aber es ist unsere Pflicht und Verantwortung diese dramatische Entwicklung so gut es geht zu bremsen. Unsere Kinder werden einmal nicht fragen, bei welcher Partei warst du, sondern was hast du getan für den Klimaschutz“, fordert Anschober alle auf, sich zu engagieren.


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