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LINZ. Für knapp 190.000 Schüler in Oberösterreich ist das Schuljahr vorbei. Rund 5.900 von ihnen traten zur Matura an und fast 90 Prozent schafften diese auch im ersten Anlauf.
 

In Mathematik sind oberösterreichische Maturanten spitze. Symbolfoto: Wodicka
In Mathematik sind oberösterreichische Maturanten spitze. Symbolfoto: Wodicka

Dieses Jahr sind 5.197 Kandidaten bei der Reife- und Diplomprüfung angetreten. Davon haben es 86,1 Prozent (5.094 Maturanten) bereits beim ersten Anlauf geschafft. Im Herbst haben dann noch weitere 823 Schüler die Möglichkeit die Matura positiv abzuschließen.

Beim Bundesländervergleich wurde ersichtlich, dass die Oberösterreicher die besten Mathematiker in der AHS sind – gefolgt von Salzburg. Genauso ist Oberösterreich Spitzenreiter in der Angewandten Mathematik in der BHS.

Diese Ergebnisse bestätigen das hervorragende Bildungssystem im Bundesland, ist Bildungslandesrätin Christine Haberlander erfreut. „Aber natürlich müssen wir auch dort hinschauen, wo wir noch nicht im Spitzenfeld sind. Alle Beteiligten arbeiten daran, unser Schulsystem weiterzuentwickeln.“  

Deutschförderklassen werden immer wichtiger

2018/19 gab es erstmals Deutschförderklassen in Oberösterreich. Das Konzept von Ex-Bildungsminister Heinz Faßmann besagt, dass in der Volkschule 15 Stunden und in der AHS/NMS 20 Stunden pro Woche Deutsch gelernt werden soll. Die verbleibenden Stunden werden in anderen Fächern verbracht, wo der soziale Aspekt wichtig ist. Dazu zählen zum Beispiel: Turnen, Zeichnen oder Musik. 

Herausforderungen: Digitalisierung und Lehrermangel

Jedoch wurde deutlich, dass der Bedarf an Lehrern in den Fächern Deutsch, Englisch und Bewegung & Sport in den Mittelschulen nicht gedeckt ist. 

Die Digitalisierung ist vor allem in der heutigen Zeit ein wichtiges Thema. Aus diesem Grund sind wurden die mehr als 200 Lehrberufe auf zwei weitere erweitert. Die Schüler können  nun auch „Applikationsentwicklung – Coding“ und „Informationstechnologien mit den Schwerpunkten Betriebstechnik sowie Systemtechnik“ an der Berufsschule 2 in Linz erlernen.  

Erneuerungen ab Herbst

Ab Herbst sollen die bereits vorhandenen  Integrationsklassen Teil des Regelschulwesens sein. Dabei können Schüler mit oder ohne Förderbedarf eine Integrationsklasse an  einer Sonderschule besuchen.

„Ich freue mich, dass wir es geschafft haben, dieses System jetzt weiterführen zu können. Uns geht es vor allem darum, dass alle Kinder – ob mit oder ohne Beeinträchtigung – die besten Chancen und Möglichkeiten in den oö. Schulen erhalten“, betont der Bildungsdirektor Alfred Klampfer.


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