Dietmar Kerschbaum "Wenn man nach Linz kommt, muss man spüren, welche Kraft Bruckner hat"
LINZ. Die Bühnen der Welt teilte sich Dietmar Kerschbaum als Tenor mit den großen Stars der klassischen Musik. Heute ist der gebürtige Burgenländer glücklich, in Linz angekommen zu sein und die lokale Kulturlandschaft als Brucknerhaus-Chef zu prägen.

Tokio, Lissabon, New York, der jüngste Eisenstein in der Geschichte der Volksoper Wien in der Fledermaus – die Liste der persönlichen Erfolge des künstlerischen Direktors der LIVA und Intendant des Brucknerhauses Linz ist lang. Dennoch tauschte er Ende 2017 die Bühnen der Welt mit dem Linzer Brucknerhaus, wo er sich heute ganz zu Hause fühlt. „Bruckners Musik geht direkt durch und durch in die Seele hinein, das ist das Schöne an Bruckner. Und wenn man nach Linz kommt, muss man spüren, welch gewaltige Kraft dieser Boden durch Bruckner hat. Wir können stolz sein, dass wir Bruckner haben, es ist ein Alleinstellungsmerkmal, und wir arbeiten stetig daran, dieses auszubauen“, so Kerschbaum.
Weltformat in Linz
Die Auslastung vom heurigen Brucknerfest, das am 11. Oktober zu Ende ging, war um 21 Prozent höher als im Vorjahr und lag bei 88 Prozent, ein voller Erfolg für den Intendanten. „Es gibt so viel interessante Musik. Es ist eine Reise, auf die wir uns begeben. Es muss prickelnd, es muss erregend, es muss inspirierend sein“, freut sich Kerschbaum auf die neue Saison. Auf ein Highlight als Tenor darf sich nicht nur der 49-jährige Wahllinzer freuen, sondern auch das Publikum. Zu Silvester kehrt Kerschbaum auf die Brucknerhaus-Bühne als Gabriel von Eisenstein zurück: „Das ist eine Herzensangelegenheit, und auch eine Hommage an Bruckner mit Wolfgang Böck wird nicht fehlen“, erzählt Kerschbaum: „Ich fühle mich in Linz so wohl und bin so glücklich und angekommen. Solange man mich möchte, werde ich bleiben und ich möchte fürs Brucknerhaus zeigen, dass wir hier in Linz Weltformat haben.“


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