Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

LINZ. Nach der großen Aufregung um die Wohnbauten Wimhölzel-Hinterland, die Neubauten weichen müssen, sind nun schon die ersten Bewohner umgesiedelt worden. Bisher mit positiven Rückmeldungen

So soll die neue Siedlung aussehen.Foto: transparadiso
So soll die neue Siedlung aussehen.Foto: transparadiso

Vor zwei Jahren war die Aufregung groß, als es hieß die Wohnbauten Wimhölzel-Hinterland im Franckviertel müssen Neubauten weichen. Viele Bewohner fürchteten aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen zu werden und eine Verteuerung der Mieten. Gemeinsam mit den Bewohnen wurde schließlich ein so genanntes „Kooperatives Planungsverfahren“ durchgeführt. Ziel war es, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen und eine wirtschaftlich vertretbare Lösung für die Neugestaltung in mehreren Etappen zu finden. In diesem Zuge wurde auch ein umfangreiches Sozialprogramm über drei Millionen Euro ausgearbeitet.

Übersiedlungshilfe

In Summe stellt die Stadt Linz dafür einen Betrag von 1,2 Millionen Euro zur Verfügung.“Der Anteil der GWG wird 1,8 Millionen Euro betragen“, so Bürgermeister Klaus Luger. Die Mieter der Altbauwohnungen werden bestmöglich bei der Übersiedlung unterstützt. Die GWG sichert den Betroffenen die bevorzugte Behandlung bei Wohnungswünschen, einen Vormerkkautionsverzicht und die Stundung von Einmalzahlungen wie Finanzierungsbeiträgen zu. Auch ein Übersiedlungsservice für Küche und Möblierung wird angeboten. Dieser Service soll vor allem den vielen älteren Bewohnern den Umzug erleichtern. Weiters werden Ablösen in der „Alt“-Wohnung auf Basis der mietrechtlichen Bestimmungen gewährt. 

Menschen, die sozial bedürftig und damit von der Absiedlung besonders stark betroffen sind, wird zusätzlich eine soziale Hilfestellung angeboten.

Ältester Mietvertag aus 1935

Diese erhalten im Rahmen eines Sozialplans einen finanziellen Ausgleich von der Stadt Linz. Konkret werden etwa 250 besonders betroffene Mieter von den Ausgleichszahlungen des Sozialplans profitieren. Rund ein Viertel der Zahlungen betragen unter 1.000 Euro. Bei 18 Personen liegen die Zahlungen über 10.000 Euro. „Es gibt zwei Fälle die liegen ebi über 12.000 Euro“, so GWG-Direktor Nikolaus Stadler. Dies liege an besonders alten Mietverträgen. Der älteste stammt aus dem Jahr 1935. „Die Wohnung ist von den Eltern übernommen worden.“

Mehrheit schon übersiedelt

Rund 350 der 430 Bewohner der Siedlung sind nun bereits umgesiedelt. Mit dem Abriss der alten Häuser an der Ing.-Stern- und der Engelmannstraße beginnt damit die erste von vier Bauetappen 2020. „Die Bewohner, die jetzt abgesiedelt sind, sind mit vielen positiven Rückmeldungen gekommen“, berichtet Bewohnervertreter Harald Daume. Er lobt ebenso wie Luger, Stadler und Infrastrukturreferent die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Sammeltiefgarage geplant

„Es wird eine Sammeltiefgarage geben“, so Markus Hein. Dementsprechend wird nicht für jede Wohnung ein Parkplatz zur Verfügung stehen. „Es ist so, dass das Wimmhölzel-Hinterland auch durch den öffentlichen Verkehr gut angeschlossen ist.“ Ein offener Punkt seien jedoch noch die Kosten für Stellplätze in der geplanten Tiefgarage, so Daum, der an das Land OÖ hier unterstützend einzugreifen. Denn für viele Bewohner seien die Kosten für einen Stellplatz zu teuer.


Mehr zum Thema


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden