Das Büro der Zukunft - Vortragsabend im afo Architekturforum Linz
LINZ. „Wie verändert die vor uns liegende Ökonomie die Architektur der Arbeit und wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus?“ Diese Fragen stellten sich Experten im afo Architekturforum.

Durch immer flexibler werdende Arbeitszeiten und Möglichkeiten könnte das klassische Einzelbüro mit Schreibtisch bald ausgedient haben.
Kultur des Unternehmens sichtbar machen
Einig sind sich Simon Ladner, Geschäftsführer von AREA Linz und Heiko Stahl, Geschäftsführer von VITRA in Österreich und der Schweiz, aber darin: „Es braucht einen physischen Ort, um die Kultur und Identität eines Unternehmens sichtbar zu machen.“ Diese Aussage unterstützte auch der Vortrag von Raphael Gielgen, Head of Trendscout und Research bei VITRA.
„Neue Bürogebäude müssen Haltung ausdrücken“
„Um in der neuen Welt der Arbeit zu bestehen muss man das Mindset ändern, das ist, wie eine neue Sprache zu erlernen“, betont Gielgen. Dazu gehöre es „die eigene Disziplin zu verlassen und die größeren Dinge hinter seinem Produkt zu sehen.“ Das Bürogebäude der Zukunft muss deshalb laut Gielgens Erkenntnissen „Haltung ausdrücken und das kulturelle Framework für ein Unternehmen sein.“
Co-Working Spaces
Die seit einigen Jahren steigende Beliebtheit von Co-Working Spaces machen sich laut dem Trendforscher auch immer mehr große Firmen zunutze. Sie öffnen ihre Firmengebäude mit intelligenter Architektur und kommunikationsfördernder Inneneinrichtung dafür und holen sich damit externes Wissen und frischen Input direkt ins Unternehmen.
Sofa als Arbeitsplatz
Seine Kunden davon zu überzeugen, dass „nicht mehr nur klassisch am Schreibtisch gearbeitet wird“, ist auch Simon Ladner ein großes Anliegen. „Wir versuchen den Kunden zu verstehen und nehmen uns die Zeit herauszufinden warum das Büro umgestaltet wird“, erklärt Ladner, „Firmenchefs tun sich oft schwer damit, zum Beispiel ein Sofa als echten Arbeitsplatz zu sehen“. Aktuell arbeitet er garade an einem Vorschlag für die Neugestaltung der Bibliothek an der Johannes Kepler Universität.


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