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Raus aus dem Schulalltag, rein in die Zirkusmanege, am Körnergymnasium Linz

Karin Seyringer, 26.02.2020 15:37

LINZ. Großen Erfolg hatten die Chorklassen des Körnergymnasiums Linz mit ihrer Musicalproduktion „Zirkus Furioso“. Im von Peter Schindler komponierten Musical geht es wild zu, die 50 beteiligten Schüler durften für einige Stunden aus dem Schulalltag ausbrechen und in die Rolle von Zirkusdirektoren, Artisten, Clowns und Tiere schlüpfen.

Die Affen waren los im Körnergymnasium Linz. (Foto: Edith Ludwig)
  1 / 6   Die Affen waren los im Körnergymnasium Linz. (Foto: Edith Ludwig)

Die Affen des „Zirkus Furioso“ sind ausgekommen. Sie rasen durch den Festsaal des Körnergymnasiums. Nun verkündet auch noch Dompteur Grozzlicek, dass der Bär nicht auftreten will und die dummen Augustinen stehen den Zirkusdirektorinnen ständig im Weg. Wird es dennoch gelingen, eine Zirkusvorstellung auf die Beine zu stellen?  Die schwerste Rolle im Stück hatten zweifelsohne die beiden Direktorinnen, da sie viele Probleme zu lösen hatten. Marlene aus der 2B-Klasse spielte eine der Zirkusdirektorinnen. Für ihre Rolle musste sie zwölf Seiten Text auswendig lernen: „Die Proben und Aufführungen waren anstrengend aber auch lustig. Besonders gefreut hat mich, dass ich mit meinen Freundinnen gemeinsam spielen konnte.“

Chaos auf und hinter der Bühne

So wie in der Handlung des Stücks herrschte auch innerhalb des Musicalensembles manchmal Chaos und zwar nicht nur auf der Bühne, sondern auch hinter den Kulissen. „Einige Jungs traten während der Vorstellung versehentlich auf den Kopf der Giraffe. In Windeseile gelang es uns den Kopf zu reparieren“, erinnert sich Anna, die als zweite Zirkusdirektorin darauf achten musste, dass trotz aller Probleme die Aufführung reibungslos abläuft und die dummen Augustinen nicht zu viel Blödsinn machen. Alina, sie war eine der Augustinen, bereitete ihre Rolle viel Spaß, da sie improvisieren durfte: „Auf die Anweisungen des Direktors gaben wir meist schnippische Antworten und gehorchten nicht immer.“ Chiara, die zweite dumme Augustine im Stück, hält nichts von Chaos im Unterricht: „Wenn es in der Klasse drunter und drüber gehen würde, könnten wir nicht so viel lernen und der Unterricht wäre umsonst.“ 

 “Kinder wollten nicht nachhause gehen“

Margitta Hartl-Hochholdinger und Edith Ludwig unterrichten die Kinder in Zeichnen und Werken. Auch in der Freizeit wurde an den Kostümen und Kulissen gearbeitet. „Für Kinder sind solche Gemeinschaftsprojekte immer wichtig, weil sie an Werkstücken arbeiten, die nicht nur für sie selbst relevant sind, sondern einem Gesamtprojekt dienen“, erklärt Hartl-Hochholdinger. Die Schüler haben mit Leib und Seele zusammengearbeitet, freut sich Ludwig, die so wie Hartl-Hochholdinger zusätzliche Stunden am Nachmittag anbot. „Die Freude am Projekt zu arbeiten war so groß, dass manche Schüler gar nicht mehr nachhause gehen wollten.“   

 Verpatzte Generalprobe, gelungene Aufführungen

Nach einigen Problemen bei der Generalprobe verliefen die Aufführungen erfolgreich. Für Musiklehrerin und Projektleiterin Martina Walenta wurde speziell die Premiere zu einem besonderen Moment:  „Die Kinder waren äußerst konzentriert, weil sie ja wussten, dass ihre Eltern im Publikum waren. Dadurch haben sich zwei Energiewelten getroffen, die einen besonderen Zauber entstehen ließen.“

Um das Stück optimal aufführen zu können, mussten die Kinder Freude für Musik aufbringen und schauspielerisches Talent entwickeln. Voraussetzung dafür war ihre Bereitschaft, einen Prozess des sozialen Lernens zu starten, erklärt Walenta. “Die Kinder haben gemerkt, was alles in ihnen steckt und noch weitere Talente entdeckt.“

 


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