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„Gemeinsam kämpfen, um die Krankheit zu besiegen“

Jürgen Affenzeller, 16.04.2020 10:23

LINZ. Große Aufgaben sind für die Mitarbeiter von SOS Menschenrechte nichts Neues. Die  momentane Ausnahmesituation stellt aber auch ein multiprofessionelles und erfahrenes Team vor schwierige Herausforderungen. Auch die Bewohner packen mit an. 

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Home-Office ist im Bereich der Sozialen Arbeit und der Sozialpädagogik nicht möglich. Beim intensiven Begleiten der Schützlinge und dem Abfangen von psychosozialen Schwierigkeiten ist der Einsatz der Betreuer*innen rund um die Uhr gefragt.

Jetzt heißt es für alle, schnellstmöglich neu zu planen, einzuspringen und andere Aufgaben zu übernehmen. Im Haus der Menschenrechte muss vor allem die 24-Stunden-Betreuung der 15 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge gesichert sein. Die Jugendlichen in der WG brauchen gerade in dieser Zeit der zusätzlichen Unsicherheit spezielle Zuwendung und Unterstützung. Wenn auch mit körperlicher Distanz. 

Bewohner packen mit an

Doch auch die Bewohner selbst packen mit an und wollen Österreich etwas zurückgeben. Sie erledigen Einkäufe und Besorgungen, damit besonders gefährdete Personen in der Nachbarschaft ihre Wohnungen nicht verlassen müssen.

Auch Masken werden fleißig genäht. „Wir sind jetzt in einer schwierigen Situation und müssen alle gemeinsam kämpfen, um die Krankheit zu besiegen“, wissen die Bewohner Mahdi und Kazem, die fleißig Masken nähen. Nicht zuletzt ist auch der unermüdliche und umfangreiche Einsatz der Zivildiener ist wertvoller denn je.

„Unsere Pflicht, Verantwortung zu übernehmen“

Gleichzeitig kämpft SOS-Menschenrechte mit anderen NGOs für die sofortige Evakuierung  schutzbedürftiger Menschen aus den völlig überfüllten Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln, in der Türkei und Syrien. „Der eigene Ausnahmezustand darf uns nicht blind für diese humanitäre Krise machen. Nicht trotz, sondern gerade wegen des Corona-Virus ist es unsere Pflicht Verantwortung zu übernehmen!“, meint Geschäftsführerin Sarah Kotopulos.

SOS Menschenrechte auf Facebook:

www.facebook.com/SOSMenschenrechte/


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