„Wir haben uns gefragt, wie eine bessere Welt in zehn Jahren aussehen könnte“

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Nora  Heindl Nora Heindl, Tips Redaktion, 25.05.2020 12:06 Uhr

LINZ. Ob in den Medien oder am Stammtisch: Oft wird von der politikverdrossenen Jugend gesprochen. Dass das eine einseitige Sichtweise ist, zeigen nicht nur die Klimaproteste der Fridays For Future-Bewegung. In Workshops des Vereins Südwind wird das Interesse und Engagement der Jugendlichen für wichtige gesellschaftliche Themen deutlich.

Samar und Thupten sind Schüler aus Linz. Gemeinsam mit zehn weiteren Jugendlichen haben die beiden vor kurzem am Online-Workshop „Meine Revolution 1989“ des Vereins Südwind teilgenommen und dort ausgiebig über Politik gesprochen. Von Verdrossenheit war dabei nichts zu spüren.

Revolutionen im Jahr 1989

Ausgangspunkt des Workshops waren die Geschehnisse im Wendejahr 1989, die zum Fall des Eisernen Vorhangs Europas führten. Die Teilnehmer haben viel über die Forderungen der Jugendlichen im ehemaligen Ostblock erfahren, wo Reisefreiheit und andere Bürgerrechte ein großes Thema waren.

Wichtig sind Umweltschutz und Menschenrechte

Aufbauend auf diesem Wissen diskutierten die Jugendlichen, was sie sich heute von Politik und Gesellschaft erwarten. Dabei bewiesen sie Weitblick: Neben Umweltverschmutzung und Klimawandel wollen sie auch, dass gegen Diskriminierung und Menschenrechtsverletzungen auf der ganzen Welt endlich etwas unternommen wird.

„Wir haben uns gefragt, wie eine bessere Welt in zehn Jahren aussehen könnte und was man dafür tun muss. Man könnte zum Beispiel die Öffi-Ticketpreise reduzieren, um den Verkehr zu reduzieren, sodass wir die Umwelt schonen“, sind Samar und Thupten einer Meinung. „Aber auch die Arbeitsbedingungen im Bereich Kleidung müssen sich verbessern, damit in Ländern wie Bangladesch Arbeitskräfte nicht ausgebeutet werden.“

Ihr Weitblick zeigt: Die beiden Schüler setzen sich schon länger für die Allgemeinheit ein. Dafür erhalten sie auch ein START-Stipendium, das gezielt engagierte Schüler mit Migrationshintergrund unterstützt.

EU-Projekt mit Partnern aus vier Ländern

Die Workshops „Meine Revolution 1989“ mit Jugendgruppen sind Startpunkt eines EU-Projekts mit Partnern aus vier Ländern. Im weiteren Projektverlauf werden die Teilnehmer auf internationalen Jugendkonferenzen auf junge Menschen aus Slowenien, Italien und Polen treffen und gemeinsam ein Europäisches Jugendmanifest erarbeiten. Dieses bringen sie bei einem Runden Tischen im Europäischen Parlament in Brüssel ein. Die Teilnahme ist kostenlos.

Mehr Infos zum Projekt unter www.suedwind.at/meine-revolution

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