Überflutungen und Hochwasser-Schutz: 3.800 Feuerwehrleute in OÖ im Einsatz

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Karin Seyringer Karin Seyringer, Tips Redaktion, 05.08.2020 13:05 Uhr

OÖ. Nachdem der Starkregen der letzten Tage aufgehört und sich die Hochwasser-Situation entspannt hat, zieht das Landesfeuerwehrkommando OÖ erste Bilanz. 252 Feuerwehren standen seit 1. August mit rund 3.800 Feuerwehrleuten im Einsatz.

Die ersten Augusttage dieses Jahres brachten für die Feuerwehren eine massive Einsatzwelle, ausgelöst durch die starken Niederschläge, aber auch durch Brände. Über 200 Einsätze wurden abgeleistet, um die Folgen der Überflutungen zu beseitigen, Hochwasser-Schutzmaßnahmen zu treffen und Brände zu löschen. Und die Arbeiten dauern an.

Die Einsatzkräfte wurden vor allem zu Pump- und Sicherungsarbeiten alarmiert, zum Teil mussten Verklausungen bei Bächen gelöst werden, berichtet das Landesfeuerwehrkommando OÖ.

Hochwasserschutz im Innviertel und Bezirk Perg

Um weitere Schäden zu verhindern, musste in Schärding, Grein, Saxen, Langenstein, Ostermiething und Obernberg am Inn der mobile Hochwasserschutz aufgebaut werden. 110 Einsätze wurden von den oö. Feuerwehren alleine in Folge der Unwetter geleistet. Schwerpunkte waren dabei das Inn- und das Hausruckviertel sowie die Regionen um Grein und Steyr/Steyr-Land.

In Schärding, Steyr und Saxen wurde Hochwasserwarnung mittels Sirene ausgelöst, der dreiminütige Dauerton soll dabei die Bevölkerung vor herannahender Gefahr warnen. Im Bereich Ternberg/Steyr-Land verursachte der anhaltende Starkregen mehrere Hangrutschungen, die Feuerwehr wurde hier zu Sicherungsarbeiten alarmiert. Ein ähnliches Bild zeigte sich in Weyregg am Attersee.

Hochwasserlage entspannt sich

Die Pegel in Oberösterreichs Flüssen haben in den Nachtstunden ihren Höchststand erreicht, die befürchteten 8,50 Meter in Schärding am Inn etwa blieben aus. Mittlerweile gehen die Pegel zuruück. Mehr unter www.tips.at/n/513169

Mehrere Brandeinsätze

Zusätzlich zu den Unwettern kam es in Oberösterreich aber auch zu mehreren Brandeinsätzen. Achtmal wurden die Feuerwehren seit Samstag, 1. August zu Bränden bei landwirtschaftlichen Objekten, Wohnhäusern und Fahrzeugen alarmiert.

Aktuell stehen 13 Feuerwehren beim Brand eines landwirtschaftlichen Objektes in St. Johann am Walde, Bezirk Braunau, im Einsatz. Details dazu hier: www.tips.at/n/513184 

Landesrat Klinger: Einsatzkräfte perfekt aufgestellt

Beim Lokalaugenschein am 4. August in Schärding machte sich Sicherheits-Landesrat Wolfgang Klinger ein Bild der Lage: „Die Einsatzkräfte waren und sind perfekt aufgestellt und vernetzt. Ich bin immer wieder von der Professionalität begeistert, mit welcher hier ans Werk gegangen wird. Das gekonnte Zusammenspiel von Feuerwehr, Rettung Polizei, Zivilschutz, Hydrologischem Dienst und der Stadtgemeinde Schärding ist essenziell für die Gewährleistung der Sicherheit. Man kann diese Leistung nicht hoch genug schätzen und ich bedanke mich nochmals herzlich bei allen, die das möglich gemacht haben“, so der Landesrat.

Klinger weiter: „Die Hochwasserschutzmaßnahmen, die in den letzten Jahren geschaffen wurden, haben sich bewährt. Das ist sehr erfreulich und vor allem der großartigen Leistung der Einsatzkräfte zu verdanken, die sämtliche notwendige Schutzmaßnahmen professionell und zeitgerecht umgesetzt haben. Die positiven Erkenntnisse der letzten Nacht bestärken mich darin, den eingeschlagenen Weg im Hochwasserschutz konsequent weiterzugehen.“

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