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WIEN/OÖ/NÖ. Bildungsminister Heiz Faßmann hat am 15. September in einer Pressekonferenz eine Stellungnahme zu den Auswirkungen der aktuellen Corona-Ampel-Situation auf die Schulen abgegeben. Generell: Schulen und Unis bleiben trotz teilweisem Orange auf Gelb.

 (Foto: Oksana Kuzmina/Shutterstock.com)
(Foto: Oksana Kuzmina/Shutterstock.com)

„Die Schulen werden so lange offen gehalten, solange das gesundheitspolitisch vertretbar ist“, versichert Faßmann. Man sei aktuell der Empfehlung der Corona-Kommission gefolgt – die Schulen werden in ganz Österreich auf Gelb gelassen.

Ursprünglich war der Plan, dass etwa in „ornangen“ Bezirken Oberstufen-Schüler auf Distance Learning wechseln könnten.

In den Schulen sei „Gelb“ trotz steigender Zahlen gut vertretbar, so der Bildungsminister. „Ich höre aufmerksam zu, wo Ansteckungen erfolgen. Die Zahlen sind angestiegen, bevor die Kindergärten und Schulen wieder geöffnet haben. Das will ich gesagt haben, auch wegen der Causalität.“

202 positive Schüler, 28 Lehrer

Derzeit seien in Österreich 202 Schüler positiv auf Covid-19 getestet, dazu 28 der 123.000 Lehrer. „Es gibt derzeit keine Schulcluster. Wir wissen auch: Kinder unter 12 Jahren haben eine nachgeordnete Bedeutung bei der Weitergabe des Virus.“

Was, wenn bedenkliches Niveau?

Sollten die Corona-Zahlen auf ein bedenkliches Niveau steigen, gebe es eine deutliche Linie: In der Oberstufe werde abwechselnd auf Präsenz- und Distance-Learning umgestellt, der Stundenplan und die Lehrfächer bleiben gleich. Die Gruppen werden geteilt. „Wir erreichen damit eine Verdünnung der Schüler in der Oberstufe um die Hälfte und können die Schule dennoch ganz normal weiterführen.“

„Testungen zu langsam“

Ein großes Problem sieht Faßmann allerdings bei Verdachtsfällen an Schulen – die Fälle und Kontaktpersonen K1 müssten dann nach Hause, die Testung würde aber mitunter Tage dauern. „Das ergibt nicht nur Verunsicherungen im System, sondern auch Folgeprobleme mit der Beaufsichtigung der Kinder.“ Das Testen müsse viel schneller gehen, vorhandene Ressourcen würden nicht genützt, so Faßmann.

Kinder brauchen Verlässlichkeit

Mit kleinen Maßnahmen wie Hygiene und Lüften würden Kinder leicht zurechtkommen, „womit sie aber nicht zurechtkommen sind tägliche Veränderungen, wie auch das Bildungssystem damit nicht zurechtkommen. Wir brauchen hier mehr Stabilität.“


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