160 überdachte Rad-Abstellplätze werden am Mühlkreisbahnhof errichtet

Anna Stadler Tips Redaktion Anna Stadler, 23.09.2020 14:58 Uhr

LINZ. Eine neue, moderne Bike-and-Ride-Anlage am Mühlkreisbahnhof wird Realität: 160 überdachte Abstellplätze werden errichtet.

Die Kombination Bahn und Auto bzw. Bahn und Fahrrad erfreut sich großer Beliebtheit. Um hier die infrastrukturellen Anforderung zu erfüllen und die Attraktivität des Öffentlichen Verkehrs umfassend zu steigern, investieren ÖBB, Land OÖ und Stadt Linz gemeinsam in die Zukunft der Bahnmobilität. Deshalb wurde die Bike-and-Ride-Anlage am Bahnhof Linz Urfahr um 160 Radabstellplätze erweitert. (Anmerkung: Es waren schon bisher am Mühlrkreisbahnhof 72 überdachte Radabstellplätze vorhanden, mit den 50 temporären Radständer ab Sommer 2019 gab es zuvor 122 Abstellplätze.) „Die beengten Platzverhältnisse der alten Abstellanlage am Mühlkreisbahnhof waren für viele Radfahrer mittlerweile problematisch. Es ist daher besonders erfreulich, dass es nunmehr ÖBB, Land und Stadt gelungen ist, gemeinsam hier eine deutliche Verbesserung umzusetzen. Am Mühlkreisbahnhof wurde die modernste Radabstellanlage von ganz Linz realisiert. Diese neue Anlage bietet ausreichend Platz für Einpendler sowie Linzerinnen und Linzer. Das Radfahren in Linz wird damit noch attraktiver“, freut sich Vizebürgermeister Markus Hein.

Neue Dachelemente und Beleuchtung

Die Bauarbeiten haben Ende August begonnen. Die alte Stahlkonstruktion wurde abgetragen und fünf neue Dachelemente für jeweils je 32 Räder, so genannte Doppelstockparker, fertig gestellt. Zusätzlich wurde die Beleuchtung erneuert. „Mit dem sich kontinuierlich ausweitenden Angebot an Bike-and-Ride-Stellplätzen soll der Öffentliche Verkehr nachhaltig gefördert werden. Jeder neue Stellplatz hat einen mehrfachen Nutzen. Zum einen wird der öffentliche Verkehr attraktiver, zum anderen leistet jeder einzelne Fahrgast mit der Nutzung des ÖV einen persönlichen Beitrag die Verkehrssituation zu verbessern“, so Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner.

200.000 Euro investiert

Investiert wurden dafür circa 200.000 Euro. Die ÖBB tragen 50 Prozent dieser Investitionen, Land und die Stadt Linz jeweils 25 Prozent. „Die ÖBB investieren in den Ausbau von Park-and-Ride- bzw. Bike-and-Ride-Anlagen, um damit eine optimale Schnittstelle zwischen Individual- und Öffentlichem Verkehr anzubieten. Es hat für uns als ÖBB hohe Priorität, ein einfaches Umsteigen vom Individualverkehr auf den Öffentlichen Verkehr zu ermöglichen und so die Mobilitätskette zu schließen. Wir freuen uns, dass immer mehr Menschen ihre Wege mit der umweltfreundlichen Bahn zurücklegen. Jeder einzelne Fahrgast, der zur Bahn radelt, leistet einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz“, so Silvia Angelo, Vorstandsdirektorin ÖBB-Infrastruktur AG.

UPDATE: Radlobby begrüßt die neue Anlage

Auch aus Sicht der Radlobby ist damit eine sehr wichtige Stelle in Linz vorerst gut mit Radabstellmöglichkeiten versorgt - angesichts des Fahrradbooms muss man genau beobachten, ob diese nicht schon bald wieder auch ausgelastet und zu klein sein könnte. „Dranbleiben zahlt sich aus! Jetzt ist der Mühlkreisbahnhof mit ausreichenden, qualitativ hochwertigen Kapazitäten versorgt. Gerade beim eher nicht im Zentrum gelegenen Mühlkreisbahnhof bietet sich ja eine Kombination von Bahn und Rad geradezu an, umso mehr wenn jetzt am Bahnhof eine sichere Abstellanlage vorhanden ist.“, meint Paul Weber, Sprecher der Radlobby Linz „Vor 20 Jahren wäre eine Radabstellanlage von dieser Größe noch etwas Besonderes gewesen, für Linzer Verhältnisse ist es auch heute noch was Besonderes. In anderen fahrradfreundlichen Städten werden aber schon Fahrradparkhäuser mit tausenden Stellplätzen und mehr geplant und gebaut“, so Gerhard Fischer Vorsitzender der Radlobby OÖ, der sich wünscht, dass man endlich auch in Linz und ganz OÖ in anderen Dimensionen für den Radverkehr denkt, plant und umsetzt. Neu wird auf alle Fälle für viele die Erfahrung mit der Bedienung von Doppelstockparkern sein, welche (wie auch bei der Haltestelle Linz Oed) erstmals in der Stadt Linz zum Einsatz kommen.

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