"Lage ist ernst": Kurz appelliert eindringlich
WIEN/OÖ/NÖ. Täglich werden neue Corona-Rekordzahlen gemeldet. Bundeskanzler Sebastian Kurz nutzt den heutigen Sonntag, die Bevölkerung einmal mehr auf Zusammenhalt einzuschwören, er appelliert, „zusammenzuhalten, um die Ansteckungszahlen niedrig zu halten. Die Lage in Österreich ist ernst“, so Kurz.

Via Facebook-Video appellierte Kurz an die Bevölkerung. Seit einem dreiviertel Jahr müssten alle mit der Corona-Pandemie leben, „das führt zu einer gewissen Erschöpfung, einer gewissen Corona-Müdigkeit, es führt dazu das mehr und mehr Verschwörungstheorien verbreitet werden“, es komme zu offenen Aufrufen, die Maßnahmen nicht einzuhalten – und das führe zu Verunsicherungen und offenen Fragen, so Kurz.
Kurz appelliert, trotzdem weiter mitzumachen. Es liege an allen, den zweiten Lockdown zu verhindern, mittels Reduzierung der sozialen Kontakte, dem Verzicht auf große private Zusammenkünfte und Partys.
Gelinge es nicht, die täglichen Steigerungen einzubremsen, habe Österreich im Dezember täglich 6.000 Neuinfizierte. Das sei „alles andere als unrealistisch“, Tschechien habe diese Situation bereits heute. Und dann würde man in Österreich schrittweise an die Grenzen der intensivmedizinischen Kapazitäten stoßen.
Neue Maßnahmen
Die Bundesregierung hat angekündigt, am Montag, 19. Oktober mit den Landeshauptleuten über weitere Maßnahmen zu beraten. Man wolle „gemeinsam die nächsten Schritte besprechen und die richtigen Maßnahmen im Bund und in den Ländern setzen“, so Kurz am Freitag.


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