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LINZ. Mitte Oktober wurde im Bildungs- und Begegnungszentrum Haus der Frau das Projekt „Ich denk an dich – Kreatives Gestalten zugunsten von Personen, an die sonst keiner denkt“ gestartet. Im Rahmen des Gottesdienstes für obdachlose Menschen konnten nun über 400 gehäkelte Herzen übergeben werden.

  1 / 2   V. l.: Gaby Pils (ehrenamtliche Mitarbeiterin im Haus der Frau), Obdachlosenseelsorger Helmut Eder und Eva-Maria Kienast (Leiterin Haus der Frau) (Foto: Haus der Frau)

Geplant waren im Rahmen des Projekts vier Abende, an denen gemeinsam unter der Leitung von Gaby Pils, ehrenamtliche Mitarbeiterin im Haus der Frau, die Herzen hergestellt werden sollten. Aufgrund des erneuten Lockdowns war allerdings nur ein gemeinsames Treffen im Haus der Frau möglich. Da sich aber trotzdem viele Frauen an dem Projekt beteiligen wollten, wurde spontan ein kurzes Anleitungsvideo gedreht und auf der Homepage zur Verfügung gestellt.

Befragt nach der Motivation für die Beteiligung meint Martina Steinkellner: „Die Herzerlhäkelidee hat mich gleich angesprochen. Anfangs hatte ich Zweifel daran, ob man mit einem gehäkelten Herzerl jemandem, dem es an so vielen lebensnotwendigen Dingen fehlt, Freude machen könne. Nach Gesprächen mit Menschen, die besser als ich Einblick haben in die Situation derer, die gerade jetzt auf der Straße leben müssen, war ich von der Sinnhaftigkeit dieser Aktion überzeugt. Bei jedem Herzerl habe ich an diejenigen gedacht, die nicht so viel Glück haben, ein warmes Zuhause zu haben, und in jedes Herzerl habe ich viele gute Wünsche hineingehäkelt.“

Einblicke ins Helpmobil und die Obdachlosenseelsorge

Das vierte geplante Treffen wurde online durchgeführt und alle Beteiligten waren sich einig: Online hat bisher noch niemand miteinander gehäkelt! Michaela Haunold, Caritas für Menschen in Not, und Obdachlosenseelsorger Helmut Eder waren ebenfalls bei dem Onlinetreffen dabei, um das Helpmobil und die Obdachlosenseelsorge vorzustellen. Die vielen Fragen der teilnehmenden Frauen zeigten auf, wie groß das Interesse an den beiden Einrichtungen und an den Personen, die sich an diese wenden, ist.

Für Gerlinde Rappl war genau die Möglichkeit, Einblick in das Leben und den Alltag Betroffener zu bekommen, die Motivation zur Unterstützung des Projekts: „Mitgearbeitet habe ich, weil ich gerne etwas Sinnvolles tue, gerne handarbeite bzw. auch anderen Menschen etwas Gutes tue. An diese Bevölkerungsgruppe habe ich noch selten gedacht und sie auch nicht unterstützt. Ebenso motiviert mich das gemeinsame Tun.“


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