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OÖ/BEZIRK PERG. In Gemeinden in Oberösterreich, die eine hohe 7-Tages-Inzidenz aufweisen, wird nun auf verstärkte Testungen gesetzt. Unter anderem werden mobile Testteams eingesetzt, teilt das Land OÖ mit. Die ersten betroffenen Gemeinden sind im Bezirk Perg zu finden. Ausreisebeschränkungen auf Bezirksebene wie etwa in Tirol sollen damit verhindert werden.

 (Foto: Volker Weihbold)
(Foto: Volker Weihbold)

Unter dem Credo „Vorbeugen statt Sperren“ hat das Land OÖ vergangene Woche einen Maßnahmenplan ausgearbeitet, sollten in einzelnen Bezirken die Inzidenzen zu stark steigen - Tips hat berichtet. Mit dem zusätzlichen Testangebot wird dieser Plan verfeinert und auf Gemeinden heruntergebrochen.

Um weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens zu setzen, werden nun in Gemeinden, die über mehrere Tage eine außergewöhnlich hohe 7-Tages-Inzidenz aufweisen, die Testangebote verstärkt. Das kann vorerst durch mobile Testteams aber auch an bestehenden Standorten passieren. Damit soll der Bevölkerung ein breiteres Testangebot zur Verfügung gestellt werden.

Erste Gemeinden im Bezirk Perg: Inzidenz von über 1.000

Als erste Gemeinden wird in Pabneukirchen und St. Georgen am Walde (Bezirk Perg) kommendes Wochenende einmalig ein erweitertes Testangebot vor Ort organisiert. Dort ist seit mehreren Tagen eine außergewöhnlich hohe 7-Tages-Inzidenz von derzeit über 1.000 feststellbar. „Mit dem breit angelegten Testangebot für die Bevölkerung möchten wir noch zielgenauer die Infektionsherde erkennen und isolieren“, so Carmen Breitwieser, Leiterin des Krisenstabes des Landes OÖ. Daher ist konkret folgendes am kommenden Wochenende geplant

  • Eine Teststraße in Pabneukirchen am Samstag (13. März): 8 bis 17; bereits online buchbar
  • Eine Teststraße in St. Georgen am Walde am Sonntag und Montag (14. und 15. März): 8 bis 17 Uhr, bereits online buchbar. Ab kommender Woche soll allerdings in St. Georgen am Walde auch ein Dauertestangebot an zwei bis drei Tagen in der Woche eingerichtet werden.

Fallhäufungen eingrenzen

„Unser Ziel ist, noch rascher auf Fallhäufungen zu reagieren. Schon jetzt werden bei auffälligen Infektionen in Betrieben die Mitarbeiter breit getestet. Künftig wollen wir dies auch in Gemeinden machen. Damit soll sichergestellt werden, dass nicht nur Fallhäufungen und mögliche Cluster eingegrenzt werden können, sondern auch ein größerer Teil des bisher unbekannten Fallgeschehens eingedämmt werden kann“, betonen Landeshauptmann Thomas Stelzer und Gesundheitsreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander und appellieren an die Bevölkerung diese Möglichkeit zu nutzen. Dies gilt insbesondere für Personen, die nicht im Kontaktpersonenmanagement genannt wurden, aber besorgt sind, dass es durch ungeschützte Kontakte vielleicht zu Ansteckungen gekommen ist.

Gemeinsame Entscheidung

Welche Gemeinden betroffen sind, wird jeweils vom Landeskrisenstab gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden vor Ort und der jeweiligen Gemeindevertretung entschieden. Dies hängt nicht nur von einer außergewöhnlich hohen 7-Tages-Inzidenz ab, sondern auch, ob es sich um gut eingrenzbare Fallhäufungen oder Cluster handelt, ob die Ursache nachvollzogen werden kann, etc.

Wenn es notwendig ist, werden Testungen für die breite Bevölkerung organisiert. Das kann durch mobile Testteams oder durch Reservierung von Kapazitäten in bestehenden Teststraßen passieren. Gemeinsam mit der Gemeinde wird man die Bevölkerung informieren, dieses Angebot anzunehmen.


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