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LINZ. Depressionen, Burnout, Angstzustände – die Pandemie geht an niemandem spurlos vorüber. Umso härter trifft es Menschen, die bereits vorher mit psychischen Problemen zu kämpfen hatten. Sie finden im KunstRaum Goethestrasse xtd kreative Möglichkeiten, sich sinnstiftend zu beschäftigen – auch in Corona-Zeiten.

Die Rauminstallation QVERLESEN (Foto: Otto Saxinger)
  1 / 3   Die Rauminstallation QVERLESEN (Foto: Otto Saxinger)

Gerade die Einsamkeit macht zur Zeit vielen Menschen zu schaffen. Wenige soziale Kontakte und die fehlende Alltagsstruktur sind für viele belastend. Kunst ist eine Möglichkeit, dem Tag wieder einen Sinn zu geben, Freude zu entwickeln und sich kreativ zu betätigen.

„Die Gesellschaft ist in einer schwierigen Situation, Kunst und Kultur sind in einer schwierigen Situation, Menschen mit sozialen und psychischen Problemen sind in einer schwierigen Situation und ja, wir können da was machen!“, betont Susanne Blaimschein, Beauftragte des KunstRaum Goethestrasse xtd, ein seit 2008 bestehendes Angebot von pro mente OÖ.

Pakete für Zuhause mit Bastelanleitung

So hat man sich der Begegnung auf Distanz etwa mit dem Projekt „Papierblumen-Bastel-Boxen für zu Hause“ gestellt. „Wir wollten die Menschen aus ihrem Alleinsein herausholen, sie einladen, aktiv zu werden, sich auf einen künstlerischen Prozess einzulassen und das Ergebnis im Kunstraum zu zeigen, um am Schluss wieder eine Gemeinschaft herzustellen“, erzählt Blaimschein. Dafür wurden 200 Pakete samt Anleitung für jeweils sechs Papierblumen sowie sicherheitshalber Kleber und alles, was es braucht, an Klienten verschickt.

Das Projekt hat seine Wirkung nicht verfehlt: „Die Corona-Zeit war so eine schwierige Phase, da meine wenigen sozialen Kontakte noch weniger waren. Durch das Projekt habe ich mich nicht so alleine gelassen gefühlt. Ich hab mich damit als Teil von einem Ganzen gefühlt“, beschreibt eine Klientin. Insgesamt sind so über 1.000 Papierblumen entstanden.

Rauminstallation bis 7. April

Vor Ort kann noch bis 7. April QVERLESEN von Gerald Priewasser-Höller besichtigt werden. Der Rauminstallation dient der eben erschienene Katalog „Wir können da was machen“ als Thema und Material.


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