Lange Sanierungsarbeiten nach Phönix-Brand

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Die Sanierungsarbeiten im Phönix laufen. (Foto: Theater Phönix/Leisch)
Karin Seyringer Karin Seyringer, Tips Redaktion, 15.04.2021 15:29 Uhr

LINZ. Nach dem Brand im Theater Phönix Anfang April - Tips hat berichtet - steht mittlerweile fest, welches Ausmaß der Schaden angenommen hat. Er wird mit 300.000 Euro beziffert. Aktuell laufen die Sanierungsarbeiten, erst Ende Mai dürfte eine Nutzung der Räumlichkeiten wieder möglich sein.

Gegen 18 Uhr am 2. April brach im hinteren Bereich des Theaters, im Probenraum 1, ein Feuer aus, das im Raum rasch um sich griff. Als Folge der Hitzeentwicklung schmolz die Kunststoffdachkuppel. So konnten der Rauch und die Hitze entweichen, wodurch die Nachbarschaft auf den Brand aufmerksam wurde und sofort die Feuerwehr informierte. Durch diesen frühzeitigen Alarm konnte der Brand schnell von der Berufsfeuerwehr Linz und der Freiwilligen Feuerwehr Ebelsberg unter Kontrolle gebracht werden, Personen kamen nicht zu Schaden.

Obwohl der Brand rasch gelöscht werden konnte, blieb der Schaden nicht auf den Probenraum 1 beschränkt. Das Ausmaß der Verrußung sowie deren unmittelbare Folgen wurden erst im Zuge der Begutachtungen durch Experten an den Folgetagen klar. Diese Verrußung hat mit - Ausnahmen des Bauteils an der Wienerstraße inklusive Büros und Vereinslokal - im gesamten Theater ihre Spuren hinterlassen.

Werkstätten, Möbelfundus, Kostümfundes und mehr betroffen

Unmittelbar betroffen sind die Werkstätten, der Möbelfundus, der Kostümfundus, die Schneiderei, die Künstlergarderoben, die Bühne, der große Saal samt Bestuhlung, das technische Equipment inklusive aller Scheinwerfer, das Bühnenbild von „Draußen vor der Tür“, alle bisher fertig gestellten Bühnenteile für die kommenden Stücke, alle Böden, die Aushänge an den Wänden und vieles mehr. Zusätzlich ist im hinteren Bauteil des Theaters, dem Anbau von 2005, die Elektroanlage und somit die gesamte Stromversorgung dieses Bereichs dem Brand zum Opfer gefallen.

Der von der Verrußung betroffene Teil des Theaters muss völlig geräumt und professionell gereinigt und saniert werden. Die zeitliche Prognose für diesen Teil der Brandschadensanierung liegt aktuell bei sechs bis acht Wochen, womit eine Nutzung dieser Räume inklusive der Werkstätten frühestens ab Ende Mai wieder möglich sein wird. Der ausgebrannte Probenraum dürfte frühestens ab August wieder nutzbar sein, da umfangreiche bauliche Maßnahmen notwendig sein werden. Aufgrund der umfassenden Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten ist bis auf Weiteres kein regulärer Proben- und Vorstellungsbetrieb im Haus möglich.

Technischer Defekt als Brandursache

Laut Experten der Brandverhütungsstelle wird aktuell als Brandursache von einem technischen Defekt als Brandursache ausgegangen. Hinweise auf Fremdverschulden liegen keine vor. Die Schadenssumme beläuft sich nach derzeitigem Kenntnisstand auf etwa 300 000 Euro, die Kosten für die Instandsetzung und Brandsanierung sind durch die Versicherung gedeckt.

Welle der Solidarität

Aber dem Theater Phönix kam auch eine Welle der Solidarität entgegen. Schon am Tag des Brandes bekundeten viele Freunde und Kollegen ihr Mitgefühl und boten ihre Hilfe an, so auch Hermann Schneider, Intendant des Landestheater Linz, der umgehend seine Unterstützung zusagte. Ab kommender Woche wird für das Stück „Taumel und Tumult“ von Thomas Arzt in den Räumen des Landestheaters geprobt werden können.

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