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LINZ/OÖ. Wie berichtet setzen Schulkinder in Oberösterreich derzeit Gemüse-, und Kräuterarten an. Nun gab das Land Oberösterreich bekannt, dass das Projekt als Lernort langfristig etabliert werden soll. Ziel sei, die Wertschätzung für regionale und biologische Lebensmittel bei Kindern und Jugendlichen zu erhöhen.

Klima-Landesrat Stefan Kaineder (3 v.l.) war zu Gast bei der Adalbert Stifter Volksschule in Linz, wo Schüler am Projekt Klimaacker teilnehmen. (Foto: Land OÖ/Werner Dedl)

Das Schulgartenprojekt Klimaacker geht auf das Klimabündnis OÖ und die GemüseAckerdemie Österreich zurück. Dabei werden an fünf Linzer Schulen und in weiteren acht Schulen in Oberösterreich mit Kindern und Jugendlichen bis zu 30 Gemüse-, und Kräuterarten auf ihrem Schulacker angebaut. „Geschmack wird in der Kindheit geprägt. Wachsen unsere Kinder ausschließlich mit Fast Food und Fertigprodukten, fleisch- und wurstdominierter Küche und überzuckerten Getränken auf, lernen sie den natürlichen Geschmack von Gemüse und Bio gar nicht kennen und schätzen. Mit Projekten wie diesem wollen wir Kindern und Jugendlichen die Chance geben, sich bewusst für gesunde und umweltschonende Ernährung entscheiden zu können“, hielt Klima-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) fest. Er war am Donnerstag, 10. Juni, zu Gast in der Adalbert Stifter Praxis Volksschule in Linz, die an dem Projekt teilnimmt. Dort würden Schüler lernen, wie viel Arbeit und Zeit im Gemüseanbau stecke.

Lebensmittel werden gegessen oder verarbeitet

Angebaut werden unter anderem Rhabarber, Artischocken und Kräuter. Ergänzt wird der Acker an den Schulen um eine Naschecke und sofern es räumlich möglich ist auch um einen Apfelbaum. Kinder lernen, welche Sorten es gibt und wie diese richtig angebaut werden. Darüber hinaus erfahren sie, worauf bei der Pflege zu achten ist und wann geerntet werden darf. Nach der Ernte werden die selbst angebauten Lebensmittel entweder direkt gegessen oder weiter zu Tees, Gewürzmischungen oder Marmeladen verarbeitet. Angesprochen werden Bodenschutz, Humusaufbau sowie Klimaaspekte von Ernährungsgewohnheiten.

Finanziert wird das Projekt vom Klimafonds der Stadt Linz, vom Klimaschutzressort des Landes sowie durch ein grenzüberschreitendes Interreg (Gemeinschaftsinitiative des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, Anm.)-Projekt mit Bayern. Der Klimaacker soll laut Land Oberösterreich langfristig etabliert werden. Ziel sei, die Wertschätzung für regionale und biologische Lebensmittel bei Kindern und Jugendlichen zu erhöhen sowie ein gesundes Ernährungsverhalten zu verankern. Gelernt werden sollen landwirtschaftliches Basiswissen, ein Verständnis für gesunde Ernährung sowie Zusammenhänge in der Natur.


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