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LINZ/ST.FLORIAN. Wie berichtet ist in diesem Jahr ein Radweg zwischen St. Florian und Linz geplant. Nun gaben das Land Oberösterreich und die Stadt Linz Details wie die Adaptierungsmaßnahmen bekannt. Kritik kommt von den Linzer Grünen, da der Radweg nicht durchgängig verlaufen soll.

Im Herbst soll mit dem Bau eines Radwegs zwischen St. Florian und Linz begonnen werden (Symbolbild). (Foto: Sergey Hramov/Shutterstock.com)

Nach einem neuen Radweg am Nordufer der Donau nach Puchenau soll in diesem Jahr ein weiterer Radweg im Süden der Stadt errichtet werden. Konkret ist die Strecke zwischen St. Florian und Linz vorgesehen. D

er Geh- und Radweg wird nahe der Wiener Straße bei der Kreuzung Wiener Straße/Traundorfer Straße in Linz beginnen und auf der ehemaligen Trasse der Florianerbahn verlaufen. Damit sollen zum Beispiel der Pichlinger See und das Ennsfeld gut erreicht werden können. Die befestigte Breite des Geh- und Radweges ist mit 3,5 Meter geplant, die beidseitigen Bankettstreifen werden mit einer Breite von 0,5 Metern angeordnet.

Teilabschnitte mit Erschließungsstraße

Ein Teil des kombinierten Geh- und Radwegs soll von der Ennsfeldstraße ausgehen (640 Meter), ein weiterer zwischen der sogenannten Uferkurve und der Pichlinger Straße (1.400 Meter) sein. Zwischen diesen Abschnitten soll der Weg auf eine bereits bestehende Erschließungsstraße mit einer Länge von 480 Metern geführt werden. Dafür muss diese auf fünf Meter verbreitert werden. Diese Vorgehensweise sorgt für Kritik bei den Linzer Grünen. „Eine schnelle Radverbindung funktioniert nur dann, wenn man darauf durchgehend von A nach B fahren kann und nicht während der Fahrt erst recht wieder ein Stück auf die Fahrbahn ausweichen muss. Ich erwarte mir, dass die Gründe auf den Tisch gelegt werden, warum ein durchgängiger Radweg bis zur Gemeindegrenze scheitert“, hält Helge Langer, Klubobmann der Grünen Linz, in einer Aussendung fest. Er spricht von einer „Mogelpackung trotz jahrelanger Diskussionen und Planungen“. In Linz müsse generell mehr Platz fürs Rad geschaffen werden. Aktuell mangle es an durchgehenden und entsprechend breiten Radwegen, aber auch ausreichend Abstellplätzen und zusätzlichen Schnellradverbindungen.

Raml: Radinfrastruktur laufend verbessert

Dass die Radinfrastruktur in Linz bereits laufend verbessert werde, meint hingegen Stadtrat Michael Raml (FPÖ): „Die Radinfrastruktur in Linz wird an verschiedenen Stellen wie aktuell an der Industriezeile und an der Salzburger Straße laufend verbessert und ausgebaut. Mit der Errichtung von Radwegen in und aus der Stadt werden weitere Initiativen zur Nutzung des umweltfreundlichen Verkehrsmittels Fahrrad gesetzt“. Für den Radweg entlang der ehemaligen Florianerbahn sind Adaptierungsmaßnahmen bei der Ampel Wiener Straße/Pichlinger Straße geplant. So soll für öffentliche Beleuchtung und Verkehrstechnik eine Leerverrohrung verlegt werden, zugleich ist ein Datenkabel für die Datenverbindung zum Verkehrsleitrechner angedacht. Die Ampel wird während der Bauarbeiten in Betrieb bleiben.

Kosten von 760.000 Euro

„Die Behördenverfahren für die straßenrechtliche Verordnung sind bereits eingeleitet. Als Baubeginn streben wir Herbst 2021 an. Damit wird ein großer Mosaikstein im Netz für umweltfreundliche Mobilität für Linz gesetzt. Der Beschluss dazu soll auf Antrag des Infrastrukturressorts in der kommenden Gemeinderatssitzung am 1. Juli fallen“, informieren Raml und Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ). Die Kosten für den geplanten Radweg betragen insgesamt 760.000 Euro (580.000 für Geh- und Radweg, 125.000 für begleitende bauliche Maßnahmen, 55.000 für Installationsarbeiten). Sie werden je zur Hälfte vom Land Oberösterreich und von der Stadt Linz übernommen.

Die ehemalige Straßenbahn Ebelsberg - St. Florian, auch Florianerbahn genannt, war bis 1973 unterwegs. Ein Teilstück wurde anschließend bis 2003 als Museumsbahn genutzt.


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