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OÖ. Die steigenden Corona-Infektionen wirken sich mittlerweile auch auf die Bettenbelegung in den Oö. Spitälern aus. Innerhalb einer Woche stieg die Zahl von 20 auf 52 versorgten Personen. Der Großteil der Patienten ist nicht geimpft.

Neun infizierte Personen werden mit Stand 19. August auf der Intensivstation behandelt. (Foto: Symboldilbd: Volker Weihbold)

Die aktuellen Corona-Infektionen sind - wie im Bundestrend - auch in Oberösterreich in den vergangenen Tagen und Wochen wieder stark im Steigen. Eine Entwicklung die sich mittlerweile auch auf die Bettenbelegung in den Spitälern auswirkt.

Am 12. August wurden in Summe 20 Personen in den Spitälern medizinisch versorgt. Am Donnerstag, eine Woche später sind es bereits 52 - ein Großteil der Patienten ist nicht geimpft. Neun infizierte Personen werden mit Stand 19. August auf der Intensivstation behandelt.

Hochinzidenzerlass des Bundes: 7-Tages-Inzidenz von 300 gilt nach wie vor

Mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen weist der Landeskrisenstab auch darauf hin, dass der Hochinzidenz-Erlass des Gesundheitsministeriums nach wie vor Gültigkeit hat und  im Falle einer entsprechend hohen 7-Tages-Inzidenz einzelner Regionen zur Anwendung kommt.

Der Erlass sieht vor, dass in Regionen mit einer 7-Tages Inzidenz von 300 über sieben aufeinanderfolgende Tage hinweg, entsprechende Maßnahmen zu setzen sind. Das betrifft insbesondere Ausreisekontrollen.

Derzeit weisen vier oö. Bezirke eine 7-Tages Inzidenz von über 100 auf:

  • Wels: 170,8
  • Eferding: 143,9
  • Gmunden: 125,4
  • Kirchdorf: 106,7

Der Landeskrisenstab ist in Zusammenarbeit mit den Bezirksverwaltungsbehörden, der Landespolizeidirektion und dem österreichischen Bundesheer vorbereitet, sollten Maßnahmen aufgrund des Hochinzidenzerlass des Bundes getroffen werden müssen.

Der Krisenstab des Landes legt seinen Fokus wieder ganz gezielt auf jene Bezirke und Gemeinden, in denen die 7-Tages-Inzidenzen aktuell stark steigen. Um frühzeitig reagieren zu können, wurden Maßnahmen, die sich bereits im Frühjahr dieses Jahres gut bewährt haben, vorbereitet. Gerade wegen der aktuellen Entwicklung ist es umso wichtiger, die Impfquote weiter zu steigern. 

Die Schwerpunkte: Monitoren – Informieren – Testen – Nachverfolgen (Tracen) – Isolieren

In Gemeinden mit besonders hohen Inzidenzzahlen sind zur Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung eigene Kommunikationspakete und der zusätzliche Einsatz von Testbussen des Landes  vorgesehen. Darüber hinaus wird es verstärkte 3-G-Kontrollen geben. Allen Personen wird dringend empfohlen, sich vor Veranstaltungen oder größeren Feierlichkeiten im Freundes- oder Familienkreis mit einem PCR-Test Gewissheit zu verschaffen, dass keine Infektion vorliegt und damit eine weitere Ausbreitung verhindert wird.

„Mit häufigem und regelmäßigem Testen können wir Infektionen lokalisieren und eine Weiterverbreitung mit Quarantänemaßnahmen frühzeitig eingrenzen. Ein Test schützt aber nicht vor einer Infektion. Lediglich die Impfung ist das wirksamste Mittel gegen einen schweren Krankheitsverlauf und ein vermindertes Ansteckungsrisiko. Es braucht aber auch ein wieder stärkeres Bewusstsein zur Einhaltung der Schutzmaßnahmen“, sagt Carmen Breitwieser, Leiterin des Landes-Krisenstabs.

Contact Tracing: Hohe Aufklärungsquote

In Oberösterreich hat ein funktionierendes Contact-Tracing (CT) immer höchste Priorität. Im Moment stehen dafür auf Landesebene 50 Mitarbeiter zur Verfügung. Hinzu kommen bis zu 230 Mitarbeiter/innen auf den Bezirksverwaltungsbehörden (BVB) (ohne Magistrate). Trotz der steigenden Zahlen hat OÖ mit 70,9 Prozent (Quelle: AGES, KW 31) eine hohe Aufklärungsquote.

 


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