Kratzer und Graffitis auf Neuer Eisenbahnbrücke
LINZ. Knapp eine Woche nach der Eröffnung der Neuen Eisenbahnbrücke haben Sprayer und Skateboarder ihre Spuren hinterlassen. Sowohl Graffitis als auch Kratzer von Skateboards sind zu sehen. Der Linzer Vizebürgermeister Markus Hein spricht von Vandalismus und Rücksichtslosigkeit.

Obwohl die Neue Eisenbahnbrücke erst vor eineinhalb Wochen eröffnet wurde, sieht sie nicht mehr ganz neu aus. Verantwortlich dafür sind Graffitis auf der Stützmauer bei der Unterführung und auf den Pfeilern sowie Kratzer von Skateboards auf den Brückenbögen. Hinzu kommen Sticker und erste Liebesschlösser auf dem Geländer. Das sei Vandalismus und entschieden abzulehnen, sagt der Linzer Vizebürgermeister und Infrastruktur-Referent Markus Hein (FPÖ) in einer Aussendung. „Skateboard-Fahrer haben durch die missbräuchliche Verwendung der Brücke die Beschichtung des Stahls massiv beschädigt. Das kann nachhaltige Folgen haben und verursacht große Kosten. Darüber hinaus wurde auch schon ein Brückenbogen beschmiert“ führte er aus.
Kosten der Reparatur noch nicht abzuschätzen
Eine nachhaltige Folge, die Hein anspricht, ist das Rosten des Stahls, sofern keine entsprechende Beschichtung vorliegt. Wie viel die Reparaturarbeiten konkret kosten werden, kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Vergleichsweise besser sehe es laut dem Vizebürgermeister bei Graffitis und Stickern aus, da diese keine teuren Langzeitschäden verursachen würden. „Die Neue Eisenbahnbrücke gehört allen Linzern. Dass ein paar wenige Vandalen durch ihre Rücksichtslosigkeit unser neuestes Bauwerk innerhalb weniger Tage nach seiner Eröffnung beschädigen, ist wahrlich enttäuschend. Leider kommt es in Linz oft zu Vandalenakten“, ärgert sich Hein. Als Maßnahme, um diese in den Griff zu bekommen, kann er sich laut Medienberichten Videoüberwachung vorstellen. Hierfür ist eine Genehmigung des Innenministeriums nötig.
Mülleimer auf Balkonen
Um Abfall auf der Brücke und damit weiteren Reinigungsarbeiten vorzubeugen, wurden bereits Mülleimer auf den Aussichtsbalkonen aufgestellt.
Die Neue Eisenbahnbrücke wurde wie berichtet am Samstag, 28. August, eröffnet und zwei Tage später für den Verkehr freigegeben. Die 400 Meter lange und bis zu 33,7 Meter breite Brücke hat zwei Fahrbahnen, beidseitige Geh- und Radwege sowie eine Schienentrasse. In den vergangenen Tagen wurde bei den Markierungen in Urfahr nachgebessert, damit niemand mehr irrtümlich die Busspur verwendet.


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