Winterdienst: „Unsere Leute sind schon ab 3 in der Früh rufbereit“

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Anna Stadler Anna Stadler, Tips Redaktion, 25.11.2021 19:54 Uhr

LINZ. Der Winter steht vor der Türe und der Linzer Winterdienst ist gerüstet. 600 Kilometer Straße befreit er in Linz vom Schnee.

Mit Ende November kommt in Linz 2021 der Winter. Die 160 Mitarbeiter des Winterdienst-Teams sind gerüstet: „Die Vorbereitungen laufen natürlich schon seit Sommer“, so Martin Stiedl, stellvertretender Direktor des Geschäftsbereiches Stadtgrün und Straßenbetreuung. „Wir wissen ja nie ob schon im Oktober der Winter kommt oder erst im Dezember.“

Räumung nach Prioritätenplan

Das Einsatzgebiet des Winterdienstes umfasst etwa 600 Kilometer Straßen sowie 250 Kilometer meist kombinierte Rad- und Gehwege, die nicht in die Verpflichtung der Anrainer fallen. Zusätzlich werden 134 Stiegenanlagen vom Schnee befreit. Geräumt wird nach einem eigenen Räumplan mit Prioritäten: Zuerst die Hauptverkehrswege, die exponierten Stellen an Brücken, die Verkehrswege mit Steigungen und die Straßen mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Buslinien). „Unsere Leute sind schon ab 3 in der Früh rufbereit.“ Um einmal das gesamte Straßennetz zu räumen und zu bestreuen, müssen die Mitarbeiter der Stadt Linz circa 1.300 Kilometer zurücklegen.

Brücken werden doppelt betreut

„Heuer ist natürlich die neue Eisenbahnbrücke neu dazugekommen“, betont Stiedl. Diese ist wie auch die Nibelungenbrücke Teil des Winterbasisradwegenetzes, welches gemeinsam mit der Radlobby erarbeitet wurde und jährlich adaptiert wird. „Viele Radfahrer lassen sich von den kalten Temperaturen nicht abschrecken. Die Räumung der Rad- und Gehwege – insbesondere auch auf den Brücken- hat Priorität, um den Nutzer der ‚sanften‘ Mobilität auch in den Morgenstunden eine gefahrlose Nutzung zu ermöglichen“, informiert die zuständige Stadträtin Eva Schobesberger. Die beiden Brücken werden so nicht nur vom Team, welches die Nebenstraßen räumt betreut, sondern sind auch bei den Hauptrouten dabei. „De Facto betreuen wir die beiden Brückenverbindungen doppelt.“

Betreuung der Gehsteige ist Anrainerpflicht

Beschwerden versuche man so gut wie möglich aufzunehmen, betont Stiedl. „Wir sind grundsätzlich unterwegs, aber wir können nicht überall gleichzeitig sein“, bittet er um Verständnis. Hauptbeschwerdepunkt seien jedoch immer wieder umgeräumte Gehsteige. „Das ist aber nicht in der Zuständigkeit der Stadt Linz.“ Die Betreuung fast aller Gehsteige ist laut Straßenverkehrsordnung Aufgabe der Anrainer oder der Eigentümer von Häusern und Liegenschaften. Laut § 93 StVO müssen Gehsteige und Stiegenanlagen entlang der gesamten Liegenschaft täglich zwischen 6 und 22 Uhr von Schnee befreit sowie bei Glätte gestreut werden.

Appell für Rücksichtnahme

In der kalten Jahreszeit können sich zum Beispiel die Fahrbahnverhältnisse schnell ändern und gefährlich werden, weil sich etwa durch Schnee der Bremsweg vervielfacht. Daher ist auch laut Straßenverkehrsordnung darauf zu achten, die Geschwindigkeit den Umständen anzupassen. „Bitte passen Sie bei Eis und Schnee die Fahrweise den Straßenverhältnissen an. Wenn alle Verkehrsteilnehmer rücksichtsvoll unterwegs sind, können viele Unfälle vermieden werden. Das Team des Winterdienstes leistet hervorragende Arbeit. Aber natürlich gilt bei extremen Wetterlagen auch besondere Vorsicht. Wenn möglich, benutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel“, appelliert Stadträtin Schobesberger. „Speziell wenn man keine Winterreifen hat, bitte das Auto stehen lassen!“

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