Aufregung um Holzhochhaus auf Ebelsberger-Kasernengründen

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Anna Stadler Tips Redaktion Anna Stadler, 19.01.2022 15:34 Uhr

LINZ. Neben dem Dynatrace-Plänen sorgt derzeit ein weiteres Projekt im Linzer Süden für Aufregung: Die Bürgerinitiative Linz-Süd kritisiert aus einem Ideenwettbewerb hervorgegangenen Pläne für ein Hochhaus auf dem ehemaligen Ebelsberger Kasernen-Areal scharf.

2021 wurde ein internationaler Realisierungs- und Ideenwettbewerb für das ehemalige Kasernengelände Ebelsberg ausgeschrieben. Der Wettbewerb ist in zwei Teile gegliedert. In einem „Ideenteil“ werden circa 60.000 Quadratmeter Stadtraum gesamthaft betrachtet. In dem „Realisierungsteil“ geht es dann in einem weiteren Wettbewerbsschritt um die konkrete Umsetzung von circa 25.000 Quadratmeter Wohn-, Arbeits- und Verkaufsflächen. Als Blickfang des Quartiers sollte auch ein Hochhaus mitgedacht werden – so auch geschehen im Siegerprojekt mit einem 22-geschoßigen Gebäude.

Hochhaus aus Holz

Das besondere: „Das Hochhaus als landmark und der „Kulturstadl“ als Quartiershaus […“ sollten beide in Holz errichtet werden“, sieht das Siegerkonzept von Froetscher Lichtenwagner Architekten ZT vor. Dies wurde auch von der Jury positiv beurteilt. Ein Gewerbesockel entlang der B1 „soll vor allem vor den Emissionen der Straße schützen.“ Aus diesem Grund wir auch „der Zugang zum neuen Stadtteil wird bewußt knapp gehalten.“ Um den neuen Stadtteil dennoch grün zu gestalten sollen sämtliche Flachdächer „nutzbar gemacht werden. Auf den höheren Gebäuden sind PV-Anlagen vorgesehen, alle tieferliegenden Dachflächen werden intensiv begrünt bzw als Dachgärten und Terrassen genutzt.“

„Das Preisgericht würdigt das robuste und zukunftsfähige Konzept, das geeignete Grundlagen für die weitere Konkretisierung des Projekts bereitstellt“, heißt es im Protokoll der Jury-Sitzungen.

Scharfe Kritik an Hochhaus

Kritik an der dichten Verbauung kommt von der Bürgerintitative Linz- Süd. „Das Problem ist die extreme Höhe und die Baudichte am Stadtrand“, so ein Statement der Initiative. Diese sei „unpassend zur Bauhöhe der Kasernen-Gebäude und der Ennsfeld Siedlung, mitten in einem riesigen Naherholungsgebiet“. Weiterer Kritikpunkt: „3000 neue Wohnungen für ca. 9000 Personen und 1500-2000 neue Arbeitsplätze bedeuten Baumaßnahmen mit erheblichen Ausmaßen.“

 

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