Linzer Denksporttalente brillieren beim Wettbewerb "Biber der Informatik"
LINZ. Logisches Denken statt Programmieren: Beim Wettbewerb „Biber der Informatik“ zeigten Schüler aus Linz, wie viel Denksporttalent in ihnen steckt.

65.734 Schüler von 410 Schulen aus ganz Österreich nahmen am Wettbewerb teil. Doch die Aufgaben sind knifflig. Nur drei von Tausend, also etwa 0,27 Prozent der Teilnehmenden, schafften die volle Punktezahl.
Diese 175 Jugendlichen wurden nun bei einer Feier am FH Technikum Wien ausgezeichnet. Darunter auch zwölf Schüler von den Linzer Schulen BRG Fadingerstraße, vom BRG Linz Hamerlingstraße, vom BG/BRG Linz Ramsauerstraße und GRG des Schulverein Kollegium Aloisianum.
Knifflige Aufgaben für Denksportler
Der internationale Wettbewerb wird weltweit in über 70 Ländern durchgeführt wird. Gefragt sind weder Computer- noch Softwarekenntnisse, sondern Kombinationsfähigkeit und analytisches Vorgehen. „Die Beispiele sind klassische Denksportaufgaben, die informatisches Denken fördern“, erklärt Wilfried Seyruck, Präsident der Österreichischen Computer Gesellschaft (OCG).
Ein Beispiel dafür ist die Aufgabe „Blumentöpfe“ für die 9. und 10. Schulstufen: Biber Florian hat acht Blumentöpfe in einer Reihe vor seinem Haus stehen. In den Töpfen ist entweder keine oder eine einzelne Blume. Im dritten von links hat er den Reserveschlüssel vergraben. Um den Schlüssel zu finden, gibt es eine einfache Regel: Ist die Gesamtzahl der Blumen gerade, ist der Schlüssel in der linken Hälfte der Töpfe – sonst ist er in der rechten Hälfte. Jetzt betrachtet man nur jene Hälfte, in der der Schlüssel laut dieser Regel ist, und wiederholt das Verfahren, bis nur noch ein Topf übrig ist. Die Frage lautet also: In welche Töpfe muss Florian eine Blume pflanzen, damit man den Schlüssel im dritten Topf von links findet? Für die Aufgabe gibt es 32 richtige Lösungen.
„Die Aufgaben waren diesmal zum Teil deutlich kniffliger als in den Jahren zuvor. Umso mehr freuen wir uns über den Leistungsbeweis, den unsere Denksporttalente erbracht haben“, zollte Seyruck den Ausgezeichneten bei der Preisverleihung Respekt.
„Informatik ist essenziell für die Zukunft unserer Gesellschaft. Der Biber fördert nicht nur logisches Denken und Kreativität, sondern weckt auch frühzeitig Interesse an einem Bereich, der für unsere Wirtschaft und unseren Alltag immer wichtiger wird“, betonte Bildungsminister Christoph Wiederkehr.
Sektionschef Wolfgang Ebner freute sich über die enorme Resonanz des Wettbewerbs: „Diese jungen Talente sind die Zukunft unserer digitalen Gesellschaft. Wettbewerbe wie der Biber der Informatik wecken Neugier und Begeisterung – genau das brauchen wir, um junge Menschen für Zukunftsthemen zu motivieren.“
Der Wettbewerb wurde 2004 in Litauen gegründet und findet heute in mehr als 70 Ländern weltweit statt. In Österreich organisiert ihn die Österreichische Computer Gesellschaft gemeinsam mit der TU Wien.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden