Frauenpreis für "StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt"
LINZ. Das Projekt „StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt„ setzt dort an, wo Gewalt passiert: nämlich in der Nachbarschaft. Für diesen innovativen Ansatz in der Gewaltprävention wurde das Frauenhaus Linz mit dem Frauenpreis der Stadt Linz ausgezeichnet.

Was tun, wenn man wiederholt Schreie, Beschimpfungen und besorgniserregende Geräusche aus einer Wohnung in der Nachbarschaft hört? Oder eine Arbeitskollegin mit einem blauen Auge oder anderen Verletzungen trifft? Oder man das Gefühl hat, Bekannte oder deren Kinder ziehen sich aufgrund von häuslicher Gewalt immer mehr zurück? Gewalt in Beziehung darf nicht als Privatsache gesehen werden. StoP zeigt Unterstützungsmöglichkeiten für Gewaltbetroffene auf und informiert Nachbarn, was getan werden kann, wenn häusliche Gewalt in deren Umgebung wahrgenommen wird.
Im vergangenen Sommer holte das Frauenhaus Linz das StoP Projekt nach Linz Nord und startete sogleich ausgehend von der Harbachsiedlung mit der Umsetzung in Urfahr. Aufgrund des Interesses von Ehrenamtlichen und Vereinen aus anderen Linzer Stadtteilen und der pandemiebedingten Verlegung von Treffen in den digitalen Raum wurde das Projekt im Herbst auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet.
„Mindestens jede fünfte Frau ist in Österreich von Gewalt betroffen. Der gefährlichste Ort ist für Frauen noch immer das eigene Zuhause. Ich bin deshalb sehr froh, dass das Linzer Frauenhaus mit dem Projekt StoP nun einen zusätzlichen Ansatz im Gewaltschutz in Linz etabliert. Ich danke den Initiatorinnen von ganzen Herzen für ihr Engagement und freue mich über den einstimmigen Juryentscheid“, gratuliert Initiatorin Frauenstadträtin Eva Schobesberger.


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