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Impfquote im Keller: Geringe Nachfrage führt zu Reduzierung des städtischen Impf-Angebots

Anna Stadler, 09.03.2022 17:12

LINZ. In ganz Oberösterreich geht die Nachfrage für Covid-19- Schutzimpfungen zurück. Dieser Trend zeigt sich auch in Linz. Aufgrund der extrem geringen Auslastung der Impfstraßen werden diese nun geschlossen. Auch der Impfbus wird nicht mehr verlängert.

Der Andrang ist massiv gesunken, der Impfbus wird eingestellt. (Foto: Weihbold)
Der Andrang ist massiv gesunken, der Impfbus wird eingestellt. (Foto: Weihbold)

In der Landeshauptstadt werden derzeit durchschnittlich nur noch 100 Covid-19-Schutzimpfungen täglich verabreicht. Die geringe Nachfrage ist vor allem auf den Einbruch bei Neu-Impfungen zurückzuführen: Bis 6. März 2022 wurden lediglich 151.372 Linzer (73 Prozent) geimpft, davon haben 145.633 Personen auch eine zweite Impfung erhalten. 103.252 Linzer erhielten bereits den dritten Stich. Momentan besitzen 138.848 Linzer (67,23 Prozent) ein aktuell gültiges Impfzertifikat. Damit wird das von Experten festgelegte Ziel eines Immunisierungsgrades von mindestens 85 Prozent klar verfehlt. „Es gibt nichts zu beschönigen: durch den chaotischen Zick-Zack-Kurs der Bundesregierung im Zusammenhang mit der Impfpflicht ist die ohnedies schon geringe Impfbereitschaft endgültig abgestürzt“, kritisiert Bürgermeister Klaus Luger. „Die Verantwortung dafür tragen Bundeskanzler und Gesundheitsminister. Die kaum mehr relevante Nachfrage nach Schutzimpfungen führt klarerweise zu einer Reduktion des Angebotes. Die Möglichkeit für eine kostenlose Covid-19-Schutzimpfung bleibt jedoch für impfbereite Bürger an zwei Standorten bestehen.“ „Bei der Verabreichung von Covid-19-Schutzimpfungen war in den vergangenen Wochen österreichweit und damit auch in unseren städtischen Impfzentren ein kontinuierlicher Rückgang bemerkbar. Die erst heute gefallene Entscheidung der Bundesregierung, die Impfpflicht auszusetzen, wird voraussichtlich ebenso zu weniger Nachfrage einer Covid-Impfung führen. Es war mir stets wichtig, dass wir ein bedarfsgerechtes und freiwilliges Impfangebot für die Bevölkerung zur Verfügung stellen, dieses bleibt auch weiter aufrecht“, betont auch Gesundheitsstadtrat Michael Raml.

Impf-Angebot in der Passage und in Ebelsberg bleiben

Weiterhin bestehen bleibt vorerst das Impf-Angebot an den Linzer Impfstraßen im Volkshaus Ebelsberg (mit und ohne Terminvereinbarung), im Passage City Center sowie bei den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten.

Die Impfstraße im Neuen Rathaus bleibt noch bis einschließlich Sonntag, 13. März, von 8–12 Uhr und 13–17 Uhr geöffnet (mit und ohne Terminvereinbarung). Ab Montag, 14. März, ist die Impfstraße geschlossen. Covid-19-Schutzimpfungen sind an diesem Standort nicht mehr möglich.

Ebenfalls geschlossen wird die Impfstraße im Volkshaus Neue Heimat. Hier werden zum letzten Mal am Samstag, 12. März, kostenlose Covid-19-Schutzimpfungen verabreicht (nur mit Terminvereinbarung), ehe die Impfstraße ab 15. März ihre Pforten schließt. Geöffnet hat die Impfstraße noch am Freitag, 11. März, von 14–19 Uhr sowie am Samstag, 12. März, von 9–12 Uhr und 13–16 Uhr.

Aus für Impfbus

Nicht mehr verlängert wird zudem der städtische Impfbus. Das mobile Impf-Angebot dreht laut Fahrplan noch bis einschließlich Samstag, 12. März, seine Runden. Seit der ersten Fahrt im Juli 2021 wurden insgesamt knapp 20.500 Covid-19-Schutzimpfungen im Impfbus verabreicht.


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