„Hallo in Oberösterreich“: Deutschkurse für Ukrainer starten
OÖ. Das Land OÖ hat mit einigen Partnern ein sehr umfangreiches Deutschförderpaket für vertriebene Ukrainer auf Schiene gebracht. Teil davon sind die „Hallo in OÖ“ Kurse, die in den Bezirken in OÖ einen niederschwelligen Zugang ermöglichen. Die ersten Kurse starten nach Ostern und können von Gemeinden und Freiwilligen bei Bedarf auch angefragt werden.

2.027 Personen wurden durch die Nachbarschaftshilfe offiziell an Private ermittelt. An den acht Registrierstellen in Oberösterreich (Linz, Wels, Steyr, Freistadt, Gmunden, Vöcklabruck, Ried/Innkreis) und den mobilen Einheiten wurden bislang 5.371 Personen erfasst. Die Registrierung als Vertriebener und der Erhalt der blauen Vertriebenenkarte sind Voraussetzung, um beispielsweise Deutschkurse kostenlos besuchen zu können.
Prognosen sind nach wie vor schwierig, aktuell gehen die Flüchtlingszuströme zwar in Oberösterreich zurück. Das Land OÖ rechnet aber mit einer neuerlichen Zunahme und hält daher weiterhin Notschlafquartiere bereit. Die Zahl der vorgehaltenen Notbetten wurde in Abstimmung mit dem Roten Kreuz von 1.200 auf 500 Plätze pro Nacht reduziert. Innerhalb von 24 Stunden kann die Kapazität jederzeit wieder erhöht werden.
Sprache öffnet Chancen
„Oberösterreich hat im letzten Monat rasch und unkompliziert geflüchteten Ukrainern geholfen. Wir müssen den Blick nun in die Zukunft richten und damit rechnen, dass viele von ihnen länger in Oberösterreich bleiben werden. Dabei ist mein Grundsatz klar: Integration durch Deutsch. Nur so verhindern wir Parallelgesellschaften und ermöglichen den Zugang zum Arbeitsmarkt. Unsere gemeinsame Sprache öffnet Türen und Chancen, daher bieten wir ein umfangreiches Deutschförderpaket in Oberösterreich an“, so Integrations-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP).
Umfassendes Deutschpaket
Das Land OÖ hat daher gemeinsam mit dem BFI OÖ und VHS OÖ und in Abstimmung mit dem Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) ein Sprachförderpaket entwickelt, das auf ganz Oberösterreich ausgerollt wird. Das Paket beinhaltet von ersten Einstiegsangeboten über Kurse für Alltagskommunikation bis hin zu zertifizierten Kursen für jeden das entsprechende Angebot. Das mehrstufige System ermöglicht so das Erlernen grundlegender Sprachkenntnisse sowie der lateinischen Schrift bis hin zur Qualifizierung mit Sprachstandards für den Arbeitsmarkt.
„Hallo in Oberösterreich“-Kurs als niederschwelliger Einstieg
Für einen ersten niederschwelligen Einstieg gibt es die kostenlosen „Hallo in Oberösterreich“-Kurse. Inhalt dieses Kurses sind neben dem Erlernen grundlegender Sprachkenntnisse zur Kommunikation auch Informationen über Oberösterreich, deren Gesellschaft und Werte sowie zum Arbeitsmarkt in Oberösterreich. Die Kurse werden in den Bezirken von BFI und VHS sowie weiteren Trägern angeboten und können auf den Websites der jeweiligen Anbieter gebucht werden.
Die Kurse werden vom Land OÖ finanziert. Im ersten Schritt sind 75 geplant. Die ersten in Steyr (VHS) ab 26. April, am BFI Linz ab 27. April und in Traun (Termin noch in Abklärung).
Rufseminar für Gemeinden und Freiwilligeninitiativen
Um die Kurse möglichst regional anbieten zu können, gibt es für Gemeinden und Freiwilligen Initiativen die Möglichkeit, bei Bedarf die Kurse „Hallo in Oberösterreich“ als Rufseminar zu buchen. Über die E-Mailadresse ukraine-deutschkurs@ooe.gv.at können diese angefragt und gebucht werden.
Viele weitere Angebote
Angeboten werden aber etwa auch die Kurse „Mama lernt Deutsch“ - über das Institut Interkulturelle Pädagogik der VHS OÖ. Dieses Kursangebot wird aktuell von 70 ukrainischen Müttern genutzt, das Angebot soll noch weiter ausgebaut werden. Der ÖIF stellt kostenlos Deutschkurse mit staatlich anerkanntem Zertifikat für ukrainische Vertriebene in ganz Österreich auf den Niveaus A1–C1 in Zusammenarbeit mit BFI und VHS zur Verfügung.
Zudem wird ein täglicher Online-Deutschkurs „Erste Schritte in Österreich“ für ukrainische Vertriebene angeboten.


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