Bypassbrücken-Bau: 4.000 Bäume und Sträucher für Rekultivierung gepflanzt

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Jürgen Affenzeller Tips Redaktion Jürgen Affenzeller, 11.05.2022 14:44 Uhr

LINZ. Der Bau der Bypassbrücken wurde mit umfangreichen Rekultivierungsmaßnahmen begleitet. Im gesamten Bauabschnitt rund um die Voestbrücke wurden 4.000 Bäume und Sträucher, davon 215 sogenannte „Solitärbäume“ in guter Baumschulqualität als Ausgleich gepflanzt.

Die Bepflanzungen und Rekultivierungsarbeiten erfolgen auf den während der Bauphase beanspruchten Flächen – aber auch darüber hinaus – und wurden von Dezember 2020 bis Mitte Juni 2021 auch unter Einbindung des Geschäftsbereichs Stadtgrün und Straßenbetreuung durchgeführt.

Die Anwuchspflege für die gepflanzten Hochstämme und Gehölze wird noch bis Herbst 2023 andauern. Auch im Zusammenhang mit der laufenden Sanierung des Abschnitts Voestbrücke bis Dornach führt die Asfinag Rekultivierungen durch. Im gesamten Bauabschnitt rund um die Voestbrücke wurden insgesamt 4.000 Bäume und Sträucher, davon 215 sogenannte „Solitärbäume“ in guter Baumschulqualität als Ausgleich gepflanzt. Ein Großteil der Bäume wurde im Bereich der Urfahrwiesen zur Wiederherstellung der Baumalleen, wie auch in den Anschlussstellen Hafenstraße und Urfahr, gesetzt.

Ökologisches Begleitkonzept

„Der Schutz der Bäume ist mir als Grünreferentin ein besonders großes Anliegen. Wichtig ist dabei, dass nicht nur die Stadt selbst, sondern auch die weiteren Grundstückseigentümer*innen sorgsam mit unseren Grünflächen umgehen. Daher bin ich bestrebt, mit allen großen Playern Gespräche im Sinne des Baumschutzes zu führen. Wenn es etwa zu notwendigen Sanierungen kommt, dann müssen diese wie bei den Bypassbrücken mit einem Rekultivierungskonzept begleitet werden“ so Grünreferentin Stadträtin Eva Schobesberger.

„Die Baustelle hat zwangsläufig auch einen Eingriff in die Natur bedeutet. Wir haben diesen während der Bauphase so gering wie möglich gehalten. Zusätzlich haben unsere Planungen von Anfang an ein umfassendes ökologisches Begleitkonzept vorgesehen“, sagen Martin Pöcheim, Regionalleiter Bau für Oberösterreich und Josef Reischl, Projektleiter der A 7 Mühlkreisautobahn.

Standortgerechte Bepflanzung

Gepflanzt wurden standortgerechte Baumarten wie Feld-, Berg- und Spitzahorn, Vogelkirsche, Stieleiche, Schwarzerle und Winterlinde. Auch für die „Weiche Au“ (Weichholzau) typische Arten wie Schwarzpappel, Silberpappel und Silberweide wurden im Bereich Urfahrwiesen verwendet. Dabei übernehmen diese Bäume in näherer Zukunft wichtige ökologische Funktionen. Sie tragen nicht nur zur Verbesserung des Stadtklimas bei, sondern dienen mit ihren Blüten und Fruchtbehang auch als wichtige Insekten-, Vogelnähr- und Nistgehölze. 

Flächige Gehölzpflanzungen 

Die flächigen Gehölzpflanzungen und Gehölzhecken wurden in einem Ausmaß von insgesamt rund 7.000 Quadratmetern mit knapp 4.000 Stück Baumschulgehölzen nach- bzw. neugepflanzt. Die Artenzusammensetzung besteht auch hier aus heimischen Wildgehölzen, wie z.B. die Salweide, Haselnuss, Pfaffenhüttchen, Schleh- und Weißdorn, Hunds- und Weinrose, die mit ihren Blüten, Früchten und Blättern unzählige Funktionen für Insekten, Vögel und Kleinsäuger übernehmen.

Mit unterschiedlichen Blühzeitpunkten vom zeitigen Frühjahr bis weit in den Sommer hinein werden Insekten versorgt. Die Früchte der Gehölze sind dann von Herbst bis in den Winter hinein wichtige Nahrungsquellen für Vögel und Kleinsäuger. Um die Anwuchsphase gut zu überstehen, wurden alle Strauch- und Baumpflanzungen im Bereich der Donauauen mit Gitter und Verbiss-Schutznetzen vor Biber- und Hasenfraß geschützt werden. Diese Pflanzungen stellen als Kompensation für den temporären Eingriff eine klare Aufwertung gegenüber dem bisherigen Bestand dar. 

Wiesenrekultivierung

Die beanspruchten Wiesenflächen wurden im Zuge der Rekultivierung mit einer kräuterreichen Wiesenmischung wieder angesät. Wenn sich die Wiesen nach einigen Jahren wieder zu artenreichen entwickelt haben, dienen auch diese, neben den Strauch- und Baumpflanzungen, als wichtige Nahrungsquelle für Honigbienen, Wildbienenarten auch für eine Vielzahl anderer Bestäuberinsekten zum Beispiel für Schmetterlinge oder Käfer. 

 

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