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LINZ. Am 17. Mai 1990 strich die WHO Homosexualität von der Liste der psychischen Erkrankungen. Seither ist der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie für die LGBTIQ*-Community der wichtigste Tag im Jahr. Anlässlich dazu hat die Rainbow City Linz die Regenbogenflagge vor dem Alten Rathaus gehisst. Seit der Vorwoche leuchten auch zwei Zebrastreifen an der Mozartkreuzung und der Leonfeldner Straße in Regenbogenfarben, laufend werden zudem neue Regenbogenbänke aufgestellt.

Die Rainbow City Linz hat die Regenbogenflagge vor dem Alten Rathaus gehisst. (Foto: Stadt Linz/Michael Dworschak)

„Sichtbare Symbole im öffentlichen Raum sind von zentraler Bedeutung. Sie sind ein klares Statement, dass wir als Stadt Linz für die Stärkung und Förderung der LGBTIQ*-Community einstehen und schärfen das Bewusstsein der Linzer Bevölkerung und der Menschen, die Linz besuchen. Dadurch und durch weitere Maßnahmen wollen wir die Akzeptanz als auch die Lebensqualität der LGBTIQ*-Community dauerhaft verbessern“, verweist LGBTIQ*-Referentin Vizebürgermeisterin Tina Blöchl auf die Prämisse des Rainbow City Networks. Alle Menschen sollen sich – unabhängig von Geschlecht und sexueller Orientierung – in ihrer Stadt wohlfühlen.

Wichtiger Bestandteil zur Erreichung dieses Ziels ist die städtische LGBTIQ*-Policy, die vom Gemeinderat beschlossen wurde. Ein städtisches Team aus Experten setzt diese mit LGBTIQ*-nahen Vereinen laufend um. Das Konzept deckt wichtige gesellschaftliche Bereiche wie Arbeitswelt, Kultur und Bildung, Tourismus, Unterstützungsangebote, Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus sowie die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und LGBTIQ*-Organisationen und Vereinen ab. Die Sichtbarmachung im öffentlichen Raum ist nur eine von vielen weiteren Maßnahmen, die die Stadt Linz auf den Weg bringt.

„Dazu ist es unerlässlich, sich persönlich kennenzulernen und auszutauschen. Ich freue mich besonders, dass in den letzten Tagen ein geballtes LGBTIQ*-Programm stattgefunden hat. So durfte ich Vertreter des Vereins HOSI kürzlich persönlich treffen und spreche mit jene des Vereins BILY in den nächsten Tagen. Das ist auch in Hinblick auf den Pride Month in Juni von zentraler Bedeutung. Darüber hinaus wurde in der letzten Gemeinderats-Sitzung eine gemeinsame Resolution an die Bundesregierung verabschiedet. Darin haben wir die österreichische Bundesregierung dazu aufgefordert, auch homo- und bisexuelle Männer sowie transsexuelle Menschen eine Blutspende zu ermöglichen“, so Blöchl.


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