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LINZ. Zur weiteren Erhöhung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt führten das Wirtschafts- und das Innovationsressort gemeinsam mit der Kunstuniversität Linz bereits im vergangenen Jahr einen Ideenwettbewerb durch. „Dwello“ - ergonomische und wellenartige Sitzmöglichkeiten - ist eines der im September vorgestellten Siegerprojekte. 

Das blaue dwello am Hauptplatz vor dem Enter_tainer. Sie laden die Bürger und Besucher zum Verweilen in der Stadt ein. Foto: Stadt Linz/Mursch-Edlmayr

Die aus Beton gedruckten dwellos sind Hohlraumkörper, die sowohl witterungsresistent, wartungsarm und für einen langfristigen Einsatz bestimmt sind als auch über einen eigenen Ablauf für Regenwasser verfügen. Ein dwello ist etwa 1,4 Meter lang, 60 Zentimeter breit, 85 Zentimeter hoch und wiegt etwa 300 Kilogramm. Der Name leitet sich vom englischen Wort „to dwell“ ab, was im Deutschen „verweilen“ bedeutet. Zudem kann dwello auch als Kurzform von Donauwelle gelesen werden, woran die Gestaltungsform angelehnt ist.

Dabei ist klar: ein Sitzplatz macht noch keinen Stadtplatz, aber im besten Fall einen bestehenden Platz einladender. Ausschlaggebend für diese Einladung sind letztlich nicht nur Form und räumliche Setzung eines Möbels, sondern die Möglichkeiten, die dieses Zusammenspiel schafft, um Räume neu zu beleben. Damit das passiert, ist dwello auf einer Wellenlänge mit allen Linzern. 

„Dwellos“ machen Stadt lebendig und lebenswert

„Mit der Realisierung der dwellos macht Linz einen weiteren Schritt zu einer lebendigen, innovativen und lebenswerten Stadt. Der öffentliche Raum soll für alle zur Verfügung stehen und attraktiv gestaltet sein. Die dwellos als klimaschonende Funktions-Kunst im öffentlichen Raum sind hierfür ein kreativer Baustein. Es freut mich sehr, dass wir dieses Kooperationsprojekt nun umsetzen und so zur Steigerung der Aufenthaltsqualität in der Linzer Innenstadt maßgeblich beitragen“, erläutert Bürgermeister Klaus Luger.

Kunststudentin designte „dwello“

Das Konzept für „dwello“ stammt von der Kunststudentin Anna Weberberger, die Produktion erfolgt von 3D Betondruck Solutions. „dwellos“ laden ein im öffentlichen Raum Platz zu nehmen und zu verweilen.

Mitbestimmen, wo sie stehen

Wo die ersten stehen werden, entscheiden die Linzer Bürger, bis 20. Juli unter innovation.linz.at Der Standort mit den meisten Stimmen erhält somit die ersten dwello-Prototypen. Insgesamt sind für die Linzer Innenstadt 40 Stück dwellos geplant, die in Gruppen aufgestellt werden. Die Farben der „dwellos“ dürfen die Bürger nicht mitbestimmen, die werden angelehnt an das Design der Stadt.

„Die dwellos sind ein hervorragendes Beispiel für die erfolgreiche Kooperation zwischen den heimischen Kreativen, der Wirtschaft und der Stadt Linz. Ein Konzept für den öffentlichen Raum wird Wirklichkeit und genau das wollen wir als CML forcieren. Für uns geht es um genau solche, langfristigen Konzepte, welche die Stadt für die Bewohner und Besucher noch erlebenswerter machen. Ich freue mich sehr über die Umsetzung und Ermöglichung dieses Projektes“, betont CML-Geschäftsführerin Elke Pflug.

„Reduziert bis zu 80 Prozent der CO2-Emissionen“

Arndt Traindl, Geschäftsführer von 3D Betondruck Solutions erklärt: „3D Betondruck Solutions revolutioniert nicht nur die Formensprache von Betonlösungen, sondern reduziert vor allem bis zu 80 Prozent der CO2-Emissionen durch seine einzigartige, innovative Fertigungstechnik.“

„Es ist das erste Mal, dass ich etwas für den öffentlichen Raum gestartet habe“, sagt die Künstlerin Anna Weberberger. Sie habe einen langen Atem gebraucht um sich für das Projekt zu entscheiden, aber bisher schon viel positives Feedback bekommen, berichtet sie. Sie lädt die Linzer „zum Wellenreiten“ in der Stadt ein.


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