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Baugerüst und Paragrafen: Ferialpraktikum in der Verwaltung der Diözese Linz

Nora Heindl, 28.07.2022 14:08

LINZ/VÖCKLABRUCK/ZWETTL. So wie Simon Weixlbaumer und Lilith Hörmandinger nutzen rund zehn junge Menschen jährlich die Chance eines Ferialpraktikums in der kirchlichen Verwaltung. „Viele denken bei kirchlicher Arbeit zuerst an den weiten Bereich der Seelsorge. Das Spektrum an Berufsbildern ist jedoch größer“, sagt Edeltraud Addy-Papelitzky, Bereichsleiterin Personal in der Diözese Linz, wie sich auch bei den Ferialpraktika zeigt.

Simon Weixlbaumer (Foto: Diözese Linz)
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Simon Weixlbaumer kennt die Pfarrkirche Zwettl an der Rodl aus luftiger Höhe. Als Ferialpraktikant in der Abteilung Kirchliches Bauen kommt er bis hinauf in den Kirchturm, dessen Turmhelm erneuert werden soll. Einen Monat lang begleitet der Schüler der HTL (Höhere Technische Lehranstalt) 1 Bau und Design in Linz die Projektleiter auf kirchliche Baustellen. Er unterstützt bei der Bestandsaufnahme in den Pfarren, erstellt Fotomontagen für geplante Photovoltaik-Anlagen und lernt den Arbeitsablauf in den Büros kennen. „In der HTL höre ich von Mauerfeuchtigkeit, Dachdeckung oder Fassaden, jetzt habe ich auch in der Praxis damit zu tun“, sagt Simon Weixlbaumer, der aus Kirchschlag bei Linz stammt. Von der Möglichkeit, ein Ferialpraktikum in der Katholischen Kirche in Oberösterreich zu absolvieren, hat er durch die Schule erfahren.

Lilith Hörmandinger klettert zwar nicht auf Baugerüste, doch ihre Arbeit ist nicht weniger heikel. Als Praktikantin in der Rechtsabteilung unterstützt die Studentin die Juristen bei administrativen Aufgaben, in der Aktenverwaltung und bei facheinschlägigen Themen sowie bei einzelnen Aufgabenstellungen. Für eine Recherche zu zivilrechtlichen Fragen vertieft sie sich gerade in das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch. Im Umgang mit Paragrafen kennt sie sich aus: Lilith Hörmandinger hat das Gymnasium in Vöcklabruck besucht und studiert seit einem Jahr Rechtswissenschaft und Philosophie in Graz. „Das Studium ist sehr theoretisch, im Praktikum sehe ich nun, wie zum Beispiel ein Grundbuchauszug aussieht“, sagt Lilith Hörmandinger. Ein Ferialpraktikum in der Kirche war für sie naheliegend – ihre Mutter ist bei der Diözese Linz beschäftigt.

Vielfältige Berufe von der Seelsorge bis zur IT

Mit mehr als 9.500 Mitarbeitern gehört die katholische Kirche zu den zehn größten Arbeitgebern in Oberösterreich. Die Kirche bietet Arbeitsplätze in Seelsorge, Jugendarbeit, Religionsunterricht und Kinderbildungs- und Kinderbetreuungs-Einrichtungen sowie in IT, Kommunikation, Bauwesen, Forstwirtschaft, Recht und Liegenschaften, Rechnungswesen, Controlling und Administration. Und das über ganz Oberösterreich verteilt. „Nahe bei den Menschen, wirksam in der Gesellschaft“ – so lautet das Motto der Katholischen Kirche in Oberösterreich. Ihre Aufgabe liegt darin, in der Seelsorge und mit sozialen Angeboten tätig zu sein. Zusätzlich ist sie für den Erhalt und die Weiterentwicklung eines großen baulichen Erbes verantwortlich.

Für die vielfältigen Aufgaben sucht die katholische Kirche Menschen mit unterschiedlichen Berufsausbildungen. „Wir bieten ein wertschätzendes Betriebsklima, Flexibilität in der Arbeitszeitgestaltung, abwechslungsreiche Aufgaben und spirituelle Angebote“, sagt die Bereichsleiterin Personal Edeltraud Addy-Papelitzky: „Wer mit seinen Talenten und Begabungen unsere Gesellschaft positiv mitgestalten möchte, ist herzlich willkommen.“


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