„Gemeinsam für faire Care-Arbeit“: 21. Benefizsuppenessen im Linzer Landhaus
LINZ. Zugunsten der Aktion Familienfasttag luden Landeshauptmann Thomas Stelzer und die Katholische Frauenbewegung (kfb) OÖ zum 21. Benefiz-Suppenessen ins Landhaus ein.

„Das bereits traditionelle Fastensuppenessen erinnert uns an den tieferen Sinn des Verzichts. Es geht gerade auch in der Fastenzeit darum, durch Teilen ein Zeichen der Solidarität mit den Benachteiligten und Ärmeren dieser Welt zu setzen“, betont Landeshauptmann Thomas Stelzer.
Sorgearbeit am Beispiel des Mindanao Migrants Centers
Schwerpunkt der diesjährigen Kampagne ist das Thema Sorgearbeit. Unter dem Motto „Gemeinsam für faire Care-Arbeit“ wurden die Folgen der Arbeitsmigration am Beispiel der Philippinen ins Bewusstsein gerückt. Als kfb-Partnerprojekt wurde das gemeinnützige Mindanao Migrants Center in Davao City von Geschäftsführerin Inorisa Sialana-Elento vorgestellt, das Arbeitsmigranten und deren Familien in Fällen von Gewalt und Ausbeutung unterstützt. Die Organisation kümmert sich um menschenwürdige Arbeitsbedingungen der Migranen im Ausland, begleitet ihre Angehörigen, insbesondere die Kinder und stößt auf politischer Ebene Veränderungsprozesse an, um die Unterstützungsangebote auch nachhaltig zu verbessern. Mit ihrer Arbeit spannt das Mindanao Migrants Center ein Unterstützungsnetzwerk von und für Arbeitsmigranten quer über die Insel Mindanao, die besonders von Arbeitsmigration betroffen ist.
Ein Projekt, wo faire Care-Arbeit gelingt, wurde vom Land OÖ und dem Sozialhilfeverband Perg gestartet: Dabei sollen Menschen von den Philippinen für den Pflegeberuf in Oberösterreich gewonnen werden. Dieses Projekt hilft einerseits, die schwierige personelle Situation im Pflegebereich zu entschärfen. Es kommt aber auch den philippinischen Pflegerinnen und Pflegern zu Gute, die mit dieser Arbeit für sich und ihre Familien eine Existenz aufzubauen können.
„Sorgearbeit wird weltweit durch die Aktion Familienfasttag 2023 ins Zentrum der Gesellschaft gerückt. Wir brauchen einander, wir unterstützen einander. Solange wir nach Lösungen streben, die einseitig für unser System gewinnbringend sind, werden Menschen und vor allem Frauen anderswo darunter leiden. Dieses Wissen braucht ein Umdenken hin zu gerechteren Lösungen“, erklärte Paula Wintereder, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Oberösterreich.
Regionaler Genuss aus Oberösterreich zugunsten der Aktion Familienfasttag
Aufgekocht wurde im Linzer Landhaus von den Mühlviertler Hoch.Genuss.Betrieben Braugasthof Mascher und Hotel Sommerhaus in Kooperation mit den Tourismusschulen Bad Leonfelden. Den Gästen wurde eine Bärlauchcremesuppe, eine Fasten-Krautsuppe und eine Mühlviertler Rahmsuppe serviert. Das dazu passende Fastenbier wurde auch heuer wieder vom Stift Schlägl beigesteuert.
Die Aktion „Familienfasttag“ wurde vor 65 Jahren gegründet. Sie fördert jährlich rund 70 Frauen-Projekte in Asien, Lateinamerika und Afrika und setzt sich für den Zugang zu Bildung, Sicherung der Lebensgrundlage und Wahrung der Menschenwürde ein. In Oberösterreich engagiert sie sich für ein solidarisches Miteinander und Füreinander der Menschen.


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