Schüler verletzte Direktorin: "Gute Lösung für alle finden"
LINZ. Vergangene Woche mussten Einsatzkräfte der Polizei und der Rettung an eine Neue Mittelschule in Linz gerufen werden: ein Erstklässler hatte die Schuldirektorin so schwer verletzt, dass diese ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Die Schuldirektorin hatte sich zwischen zwei raufende Schüler gestellt. Einer der beiden, ein Elfjähriger, zog ihr daraufhin die Beine weg, sodass die Frau auf den Steinboden stürzte. Nachdem die Polizei den Sachverhalt aufgenommen hatte und die Mutter kontaktiert war, wurde der Schüler für vier Wochen wegen „Gefahr im Verzug“ suspendiert – was der maximal möglichen Dauer einer Suspendierung entspricht.
Schüler seit längerem verhaltensauffällig
Der Schüler war in der Vergangenheit bereits öfter verhaltensauffällig geworden, eine Woche vor dem Vorfall hatte deswegen eine Helferkonferenz stattgefunden, sagt Elisabeth Seiche, Sprecherin der Bildungsdirektion Oberösterreich. Nun habe man vier Wochen Zeit „eine gute Lösung für alle zu finden“. Dazu sei man auch in Kontakt mit der Familie des Buben. Wie diese Lösung aussehen soll, könne man zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Die Schuldirektorin konnte mittlerweile aus dem Krankenhaus in die häusliche Pflege entlassen werden.
Im Pflichtschulbereich gab es in Oberösterreich im laufenden Schuljahr bereits 310 Suspendierungen. Zum Vergleich: Im gesamten Schuljahr 2021/2022 wurden 328 Suspendierungen ausgesprochen.


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27.04.2023 22:52
Ein 11 Jähriger???
Wie kann man von einem 11 jährigen so schwer verletzt werden??