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E-Scooter: 107 fixe Abstellflächen in der Linzer Innenstadt sollen das Wildparken verhindern

Jürgen Affenzeller, 25.04.2023 11:16

LINZ. Mit der Einführung von 107 fixen Verleihstationen in der Innenstadt will die Stadt Linz dem „wilden Abstellen“ von E-Scootern – vielen Linzern längst ein Dorn im Auge – künftig Einhalt gebieten. Wer den Scooter künftig falsch abstellt, dem könnte eine Fahrt teuer zu stehen kommen.

  1 / 3   Das Wildparken von E-Scootern etwa auf Gehsteigen ist vielen Linzern ein Dorn im Auge. (Foto: Tips/Affenzeller)

Die derzeit drei anbietenden Scooter-Verleihunternehmen sowie allenfalls künftig weitere in den Markt eintretende Firmen werden jetzt verpflichtet, eine entsprechende Vereinbarung zu unterzeichnen, die neben aktuellen Verhaltensregeln die Einhaltung eines Standortkonzepts als fixen Vertragsbestandteil vorsieht. Die geplante Errichtung der 107 Verleihstationen in Linz begann bereits am 24. April.

Fixe Abstellplätze sollen inganz Linz ausgebaut werden

„Noch heuer soll dies auch im Linzer Osten – sprich von der Holzstraße bis zum Hafen – so geregelt werden. Nach einer Evaluierungsphase im Winter wollen wir – sofern sich das Konzept bewährt – die fixen Abstellplätze in ganz Linz, sprich auch Richtung Süden sowie in Urfahr etablieren“, ergänzt der Linzer Mobilitätsreferent Vizebürgermeister Martin Hajart.

Richtig abstellen, sonst wird die Scooterfahrt teuer

Künftig heißt das für die Benutzer von E-Scootern in Linz: Wenn diese nicht an einem Abstellplatz geparkt und abgestellt werden, läuft die Gebühr weiter.

Seit März 2019 prägen E-Scooter das Linzer Stadtbild. Die Zahl der Anbieter ist mittlerweile auf drei zurückgegangen. Seit August 2019 wurden die Verleiher auf einen Verhaltenskodex verpflichtet, seit Mai 2022 sorgen in Linz sogenannte Scooter-Sheriffs – das sind eigene Ordner seitens der Firmen – dafür, dass die vereinbarten Regeln eingehalten werden. „Wie sich aber gezeigt hat, sind Scooter-Sheriffs und Parkverbotszonen noch immer nicht genug“, betont der Linzer Bürgermeister Klaus Luger.

Umfrage: Nur wenige tragen am E-Scooter einen Helm

Zum Nutzerverhalten und zu den „Benutzereigenschaften“ wurde von der Fachhochschule Hagenberg eine Umfrage durchgeführt. E-Scooter werden demnach eher für kürzere Strecken („last mile“) benutzt. Ein Großteil der Fahrenden spricht sich für einen Blinker am E-Scooter aus, nur wenige Nutzer tragen einen Helm oder geben Handzeichen.

Vier tödliche Unfälle

Das Fahren mit E-Scootern zieht auch ein hohes Unfallrisiko nach sich. Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) kamen in Österreich im Jahr 2022 rund 3.600 Fahrer nach einem Unfall ins Krankenhaus, vier endeten sogar tödlich.


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