Die "Linz hackt 2024"-Gewinner: Rettung aus der Flut, Linzer Leuchten und ein Satirespiel zur öffentlichen Infrastruktur
LINZ. Ein Wochenende zur Ausarbeitung für Spiele in der Stadt – das ist Linz hackt. Die Gewinner der vierten Auflage stehen nun fest.

In der Kategorie Digitales Spiel, für das es ein Preisgeld von 5.000 Euro gibt konnten sich Peter Keszei und Kristian Todt mit „Linz: Flood Rescue“ durchsetzen. Ihr Spiel wirft die Frage auf, wie Linz aussehen würde, wenn die Donau, katastrophaler als je zuvor, überlaufen würde. Spieler von Flood Rescue begeben sich auf Rettungsmission und bedienen ein Rettungsboot.
Ziel ist es, möglichst viele Menschen aus dem Wasser zu bergen, dabei passieren Spieler die Linzer Wahrzeichen, die unter Wasser stehen. Mit jeder Rettung erhalten die Spieler Fakten über Linz und die Donau. Das Entwicklerteam hat auch weitere Szenarien für klimabedingte Katastrophen wie Waldbrände und Hitzewellen entworfen. Mit dem Spiel soll das Bewusstsein für den Klimawandel und seine Auswirkungen geschärft werden.
Öi! - ein analoges Satirespiel
Die Kategorie Analoges Spiel ist mit einem Preisgeld von 5.000 Euro dotiert, hier holten sich Florian Rudinger und Melanie Skola den Sieg mit „öi! Das Satirespiel zur öffentlichen Infrastruktur“. Öi steht als Abkürzung für Öffentliche Inftrastruktur und für den typischen Ausrufs eines Österreichs, der die Zeitung aufschlägt und einen Artikel dazu liest. Das Brettspiel für vier Personen thematisiert die sinnvolle Verwendung öffentlicher Mittel, Spieler erfahren zugleich wichtige Parameter der Linzer Stadtplanung. Ziel ist es, auf humorvolle Weise zu vermitteln, wie komplex die Entstehung und Weiterentwicklung öffentlicher Gebäude und Infrakstruktur sind.
Spiel mit sozialem Engagement: Linzer Leuchten
In der dritten Kategorie „Spiel mit sozialem Engagement“ wurde mit einem Preisgeld von 2.500 Euro das Spiel „Linzer Leuchten“ von Ahmed Altaai und Simon Lechner ausgezeichnet. Die „Linzer Leuchten“ sollen druckempfindliche, beleuchtete Bodenteile sein, die in der Stadt verteilt werden. Sie sollen Menschen zum spielen und begegnen animieren. Das Konzept: ein rotes Leuchtsignal kündigt die mögliche Begegenung an, Gelb signalisiert eine Person, die bereit für ein Spiel ist und wartet. Grün zeigt, dass eine weitere Person sich angeschlossen hat und die Wegweisung beginnt. Ein Algorithmus führt die Spieler dann auf schnellstem Wege zueinander oder zur nächsten Spielfläche, am Ziel soll es dann einen freundschaftlichen Austausch geben.
Das war Linz hackt 2024
Linz hackt fand von 15. bis 17. März statt, insgesamt wurden 15 Spielideen präsentiert. Während der Veranstaltung stand den Teilnehmenden auch ein Pool an Mentoren zur Verfügung. Veranstaltungsort war das neue Jugendzentrum „last by Schachermayer“. Bis 1. April konnten über das Community-Voting Stimmen für die beste Idee gesammelt werden. Im Jurymeeting am 2. April wurde über die Vergabe der Preisgelder entschieden. Diese bestand aus Jürgen Hagler (FH OOE Campus Hagenberg), Jasmine Chansri (Volkshilfe OÖ), Julia Pisarek (Business Upper Austria) und Petra Muschitz (JKU - LIT Open Innovation Center). Die Pokale wurden von Schülern und Lehrkräften der HTL Paul-Hahn-Straße.
Alle Projekte sowie Präsentationen gibt es auf der Website des Innovations-Hauptplatzes und über DorfTV zum Nachlesen bzw. Nachsehen.


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